Sorgen eines Möglichmachers

Ein Ex-Kamerad hat mich angeschrieben. Einer von denen, die sich – ohne jemals einen Grund zu formulieren – weigern, mein Buch zu lesen, die sich weigern, sich mit meiner Darstellung monatelanger Mobbing-Tortur auseinander zu setzen, sich aber das Recht herausnehmen, über mein Verhalten zu urteilen – denn schließlich bin ich ja selbst schuld…

Ich mache ihm Sorgen. Wie nett!

Wenn auch großes Unrecht gelaufen sei, so solle ich doch endlich aufhören, für mein Recht zu kämpfen. Aha!
Würde der wohl auch einem, der lebenslänglich für eine Tat verknackt wird, die er nicht begangen hat, sagen: „Nimms wie’s ist – und genieße dein neues Leben!“? – Wohl kaum!

Er habe ja auch mit Fritz gesprochen – bei dem ich mehrfach sehr vernehmlich um Hilfe gerufen habe –, der mein Verhalten ‚merkwürdig’ genannt haben soll. Wie denn, wann denn, was denn: ‚merkwürdig’? Bildete sich diese Beurteilung wohl vor oder nach dessen sexueller Belästigung aus?
Und den Spion des Vorstandes habe er ja auch befragt, der meine Darstellungen heute als ‚nicht nachvollziehbar’ abtut – während er in meinem Beisein ganz empört getan hat: „Das können die doch mit dir nicht machen! Das geht doch nicht!…“
Nun ja, es soll ja auch Leute geben, die bis heute den Holocaust dementieren. Man sagt einfach: „Das kann ja gar nicht sein!“ – und schon ist die Welt wieder in Ordnung…
Den Lesern meines Buches jedenfalls sind meine Schilderungen sehr wohl nachvollziehbar.

VereinsmeiereiDieser Ex-Kamerad zweifelt Zusammenhänge aus meinen posts an, die er ohne vorherige Lektüre meines Buches gar nicht beurteilen kann, bringt Begriffe wie ‚meine Glaubwürdigkeit’, ‚meine Beweise’, etc.
Nun, meine Glaubwürdigkeit hat jedenfalls der Kripo genügt, um wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu ermitteln… Und die sollten das beurteilen können – die machen das sogar beruflich!
Wie glaubwürdig sind denn die, die kein Grundgesetz kennen, die mich bedroht haben, die bis heute keinen konkreten Punkt meiner Darstellungen Lüge genannt haben – weil sie zwar wissen, dass meine Schilderungen stimmen, aber nicht, welche Beweise ich habe? – Und meine Beweise, die zücke ich erst, wenn es mal vor Gericht geht. Ich lasse mir nicht mehr in die Karten blicken und ermögliche dadurch Verbrechern neue Strategien.

Letztlich haben es dem Email-Sender die ‚guten Kameraden’ ja auch übel genommen, dass er mal irgendwann Interesse an meiner Darstellung bekundete. Sag ich ja: eine eigene Meinung ist in diesem Verein verboten… – aber auch das ist sicher meine Schuld, nicht wahr?

Und dann bringt dieser Ex-Kamerad tatsächlich noch nen Bibelspruch über Vergebung. Wie edel! Hat der mal bemerkt, wie mein BLOG heißt – und mal überlegt, in wessen Namen auch in Deutschland lange Zeit massive Hexenverfolgung betrieben wurde?

Zu den Punkten:

hat er wohl keine Meinung. Merkwürdig! Sehr merkwürdig!

Diese ‚Du-machst-mir-Sorgen!’-Mail ist bestenfalls dazu geeignet, das eigene Gewissen zu beruhigen, mir zu signalisieren, dass in diesem Verein immer noch nach bestem Vermögen die Tatsachen verdreht werden und mir zu vermitteln, dass manch einer im Mobbing-Verein ob meiner Hartnäckigkeit, immer weitere Dinge zu veröffentlichen, entnervt ist. Na so was!
Tja. Man hatte sich gedacht: ‚Wir schließen mal die Tür, benehmen uns wie Schweine, machen die Frau mundtot – und haben unser Ziel erreicht. Über alles andere wächst dann Gras…’. Und wieder bin ich die Böse, die da nicht mitspielt, die das Gras immer wieder abrasiert. Und niemand weiß, wie viele Unbekannte ich noch in diese Gleichung einbringen werde.

Immer mehr Menschen lesen mein Buch, immer mehr Augen blicken erwartungsvoll auf Sportbund und Sportverband, auf das Bundesministerium der Justiz…

Und ich mache weiter. Bis ich Gerechtigkeit erfahren habe!
Und ich lasse mir keine Schuld zuweisen, weil ich mich gewehrt habe!

Fakt ist: ich diskutiere mit niemandem über mein Verhalten, der sich nicht zuvor intensiv mit dem Inhalt meines Buches auseinandersetzt. Die einzelne BLOG-Seite Hexenjagd kann in gar keinem Fall die 240 Seiten detaillierter Schilderungen im Buch ersetzen.

Fakt ist: ich hätte keine gesundheitlichen oder materiellen Beeinträchtigungen – und auch keine Alpträume – wenn Begriffe wie Anstand, Kameradschaft und Zivilcourage in diesem Verein keine Fremdworte wären.

Wie gut, dass ich auch zahlreiche nette Emails bekomme, zum Teil mit interessanten Informationen, z. B. darüber, dass Alexis Wiederholungstäterin ist…

Über Ilia-Faye

Ich bin: Harmonie-Junkie. Ich schätze: Ehrlichkeit, Offenheit, Zuverlässigkeit. Ich verachte: Missgunst, Niedertracht, Feigheit, Hinterhältigkeit, unsoziales Verhalten.
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