Fünf Jahre Kampf gegen Mobbing

5 JahreHeute vor fünf Jahren sind ‚Kameraden’ und ‚Sportsfreunde’ über mich hergefallen…

5 (fünf!) Jahre Feigheit im Kanuklub Industrie Essen e.V.

5 (fünf!) Jahre hat dort niemand genügend Rückgrat zusammenkratzen können, die Hasskampagne, die dort gegen mich lief, aufzuklären.

Was für ein feiger Haufen!!!

 

Über Ilia-Faye

Ich bin: Harmonie-Junkie. Ich schätze: Ehrlichkeit, Offenheit, Zuverlässigkeit. Ich verachte: Missgunst, Niedertracht, Feigheit, Hinterhältigkeit, unsoziales Verhalten.
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2 Antworten auf Fünf Jahre Kampf gegen Mobbing

  1. Ilia-Faye sagt:

    Dieses Inserat sollte eigenlich am 8. Februar in der WAZ erscheinen. Der Verlag lehnte diese Anzeigenschaltung ab, bot mir jedoch ‚großzügig’ an, ich dürfe gern zum ‚Geschäftstarif’ für mein Buch werben…

    Die WAZ erhielt von mir folgende Antwort:

    Die (Mit-)Verantwortung der Medien bei Mobbing: http://menschen.ilia-faye.de/medien/

    Sehr geehrte ‚WAZ’,

    nun muss ich mich wohl dafür entschuldigen, dass ich noch nicht ganz tot bin.

    Tatsächlich war mir nicht klar, dass auf Ihren Trauerseiten nur tote Materie betrauert werden darf. Als ich vor etwa 4 Jahren eine Traueranzeige für meinen verstorbenen Bruder aufgab, habe ich dies getan, um meiner Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen Ausdruck zu verleihen. Dabei ging es jedoch nicht nur um den Verlust seines Körpers, sondern in erster Linie dessen, was ihn zu Lebzeiten ausgemacht hat: den Verlust seines Wesens.

    Das, was mich früher ausmachte – mein Wesen! – ist gestorben: am 8. Februar 2009 – so, wie es in meinem Inserat dargestellt wurde. Ich bin einen sozialen Tod gestorben – auch wenn Sie offenbar nicht erfassen können, was das bedeutet.

    Meine Kinder haben ihre bis dahin quasi ‚unkaputtbare’ Mama verloren, meine Eltern ihren Sonnenschein, mein Mann seine Partnerin, die bis dahin in allen noch so schwierigen Lebenslagen Optimismus ausstrahlte und ihm insbesondere eine wichtige Stütze war, als er vor einigen Jahren haarscharf Herrn Tod von der Schippe sprang.

    Diese Person lebt nicht mehr! Diese Frau ist unter Beifall verbal hingerichtet worden und entschuldigt sich hierdurch dafür, dass sie nun seit fünf Jahren (plus vorhergehender 1 1/2jähriger Mobbing-Tortur) soviel Kraft aufbringt, dass ihre weltliche Hülle noch ‚funktioniert’ – anstatt der örtlichen Presse Material für einen reißerischen Artikel über einen weiteren mobbing-bedingten Suizid geliefert zu haben. Die Schilderung der massiven gesundheitlichen Folgen dieser ekelhaften Erfahrung erspare ich Ihnen.

    Sie haben keine Vorstellung davon, wie viel Kraft es gekostet hat, diese Anzeige zu gestalten – wie viel Mut dazugehörte, Ihnen den entsprechenden Auftrag zu übermitteln. Sie haben keine Ahnung, wie viel Energie nicht nur von mir aufgewendet wird, immer wieder möglichst sachliche – dabei ausführliche – Informationen für die Medien zusammenzustellen, die dort offenbar regelmäßig sofort in den Papierkorb wandern.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch Ihrer Redaktion herzlich dafür danken, dass sie auch die Premiere meines Projekts ‚Autorin gegen Mobbing’ (wie gewohnt) erfolgreich totgeschwiegen hat. Wie kann ich auch erwarten, dass in angemessenem Rahmen auf eine Veranstaltung hingewiesen wird, die für Menschenrechte in Deutschland kämpft?

    Welchen Leser interessieren schon die Aktionen einer Essener Hobby-Autorin, die wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit
    – für den Anti-Mobbing-Award 2010
    – für den Deutschen Engagementpreis 2010, 2011 und 2012
    – als Heldin des Alltags 2010
    und aktuell für den Ethikpreis 2014 des DOSB nominiert wurde?

    Wen interessieren schon locker 2000 Suizid-Tote, die jedes Jahr in Deutschland auf Mobbing zurückgeführt werden? Wen interessieren etwa 1,5 Mio Betroffene in Deutschland, die durch Mobbing zum Teil so schwer erkranken, dass sie in die Berufsunfähigkeit abrutschen? Dieses unwichtige Thema kehren wir doch lieber unter den Teppich…

    …während die Täter aber immer mal wieder äußerst positiv in den Medien dargestellt werden – so zum Beispiel einer der Haupttäter und einer der aktivsten Mittäter in der WAZ (Gelsenkirchen?) besonders für ihre Arbeit in der Jugendabteilung des Mobbing-Vereines hoch gelobt wurden – dort, wo auch mein Sohn ausgegrenzt wurde, als man mich nicht kaputt kriegen konnte. Dafür ist Platz in der WAZ…

    …und genau das war der Grund für mich, diese Anzeige zu beauftragen. Wenn jeder ‚normale’ Versuch, die Öffentlichkeit zu informieren, von den Medien totgeschwiegen wird, gehe ich unkonventionelle Wege der Aufklärung. Ich bin überzeugt davon, dass meine Anzeige auch Mitbetroffenen wichtig gewesen wäre.

    Nein, ich glaube nicht, dass Sie Verständnis für meine (unsere) Lebenssituation haben, wünsche Ihnen und allen anderen, die für das Totschweigen von Mobbing mitverantwortlich sind, jedoch von Herzen, dass Sie selbst mal eine entsprechende Erfahrung machen und diese grenzenlose Ohnmacht erleben müssen, die den Opfern seitens der Politik, der Gesellschaft und der Medien zugemutet wird. Dann – und erst dann – dürfen Sie behaupten, dass Sie Verständnis haben.

    Die Ablehnung meines Anzeigenwunsches sehe ich im Übrigen als Einschränkung meines Rechts auf freie Meinungsäußerung – oder ist es bei Ihnen üblich, den Text von Memoriam-Anzeigen zu zensieren?

    Von der Bewerbung meines Buches – und damit meiner privaten Initiative gegen Mobbing – zu gewerblichen Anzeigenpreisen in Ihrem Blättchen sehe ich selbstredend ab – denn auch diesen Text würde ich mir von Ihnen nicht zensieren lassen.

    Meine Meinung, nicht Sie persönlich sondern die Ignoranz der örtlichen Presse betreffend. Niemand müsste solche Inserate gestalten (und bezahlen!), wenn die Opfer nicht von allen Seiten im Stich gelassen würden!

    Mit der höflichen Bitte um Kenntnisnahme und freundlichen Grüßen

  2. Pingback: Das ‚richtige’ Verhalten eines Mobbing-Opfers – Kommentar | Hexenjagd – wenn aus Freundschaft Mobbing wird…