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Archiv der Kategorie Wenn ich zurückdenke
Ich bereue
Do., 31. Dezember 2009 von Ilia.
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke, bereue ich, bereue ich zutiefst.
Ich bereue die vielen hundert Arbeitsstunden, die ich für diesen Verein geleistet habe - allein, weil ich keine halben Sachen mache, weil ich Pflichten, die ich übernehme, verantwortlich übernehme und weil ich dafür, ein besonders gutes Ergebnis zu erzielen, alles - einfach alles - gebe…
Ich bereue mein großes Engagement über viele Jahre, von dem der Verein und seine Mitglieder ausgiebig profitiert haben…
Ich bereue, dass ich in die Bresche gesprungen bin, als sich Anfang 2007 niemand - absolut niemand! - bereit fand, die Kasse zu übernehmen. Ich bereue, dass ich im Zuge meiner Vorstandstätigkeit versucht habe, eine Gleichbehandlung aller Mitglieder zu erreichen…
Ich bereue, dass es diesem Verein durch meinen sportlichen Beitrag gelungen ist, einmal den heiß begehrten Wanderpokal der Weserberglandrallye zu ergattern…
…eine Leistung, für die ich anschließend durch Alexis über die Maßen zur Kasse gebeten (besser: kommandiert!) wurde.
Ich bereue nicht, dass ich selbstständig denke und für meine Überzeugungen einstehe - notfalls auch dafür kämpfe!
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Sogenannte ‘Kameraden’
Do., 31. Dezember 2009 von Ilia.
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke an meine sogenannten Ex-’Kameraden’, erinnere ich mich an die unzähligen monströsen Brötchentüten, mit denen ich sonntags in der Früh immer zum Bootshaus gedackelt bin (für Alexis’ Tocher ein Körnerbrötchen - Extrawürste sind bei mir im Service enthalten), um sie fürs gemeinsame Frühstück zu spendieren, an die gewaltigen Berge von Gebäck und Knabbereien, die ich immer wieder zum Verein geschafft und dort ganz selbstverständlich der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt habe, an meine begehrte Kräuterbutter, die ich immer gleich im Kilo produzierte, die zahllosen Alioli-Töpfchen, die unsere Grillabende abrundeten…
…und daran, dass die Nutznießer dieser Mühen nur wenige Monate später nicht einmal einen einzigen Schluck Kaffee für mich erübrigen konnten.
Wenn ich zurückdenke an diese ‘Kumpane’ drängt sich ins Gedächtnis, wie ich mit meinen kleinen, beliebten Verrücktheiten - einmal mit nur einer Grilltomate - immer wieder die ganze Tischrunde zum Lachen brachte, wie alle in schallendes Gelächter ausbrachen über meine fast nebensächlich geäußerten Bemerkungen…
…und wie die selbe Gesellschaft nur wenig später kaum noch einen Gruß über ihre Lippen brachte und schließlich über mich herfiel wie eine wild gewordene Hammel-Herde.
Wenn ich zurückdenke an diese langjährigen ‘Gefährten’, denke ich daran, wie viel Geätze und Gehetze ich mir jahrelang von den einen über die anderen angehört habe, wie sich immer wieder Mitglieder bei mir beklagt haben über Willkür, Ungerechtigkeiten, Arroganz…
…und wie schnell alle feige den Kopf einzogen - oder sich sogar aktiv gegen mich benutzen ließen -, als ich selbst dieser Willkür, Ungerechtigkeit und Arroganz zum Opfer fiel.
Wenn ich zurückdenke an diese Wesen - welcher Gattung auch immer sie angehören mögen -
- Wesen, von denen ich früher mal eine sehr hohe Meinung hatte
- Wesen, für deren Probleme und Problemchen ich stets ein offenes Ohr hatte
- Wesen, die mich nachts hätten wecken können, wenn sie mich brauchten…
…wenn ich an diese Wesen zurückdenke, sehe ich eine Ansammlung von Ringelschwänzen und Steckdosennasen, eine Handvoll Menschen steht ziemlich verloren dazwischen. Dieses Bild drängt sich meinem inneren Auge auf, ich kann nichts dagegen tun.
…und bevor nun irgendwer behauptet,
ich würde meine Ex-’Kameraden’ ‘Schweine’ nennen…
Ehrlich: das würde ich nie tun! Das wäre ja beleidigend - für Schweine! Denn: Schweine besitzen - im Gegensatz zu diesen Wesen - ein ausgeprägtes Sozial-Verhalten…
Der Gattung ‘Mensch’ jedoch, kann ich diese Wesen auch nicht zuordnen. Denn: Menschen hätten längst genügend Rückgrat zusammengekratzt, ihr großes Unrecht einzusehen und wenigstens den jämmerlichen Versuch unternommen, für ihr eklatant widerliches Verhalten eine Entschuldigung zu formulieren…
Da bei etwas über 100 Mitgliedern für diesen unabdingbaren Schritt offenbar nicht genug Rückgrat zusammengerafft werden kann, muss es sich wohl um eine wirbellose Spezies handeln. Ich werde gelegentlich einen Biologen dazu befragen…
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Klaus
Do., 31. Dezember 2009 von Ilia.
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke an Klaus, langjährigen Vorsitzenden des KKRuhr, erinnere ich mich an die hohe Meinung, die ich all die Jahre von ihm hatte (so wie von vielen anderen auch). Gebildeter Mann, auch im Kanu-Bezirk ein hohes Tier.
Nun ja, hört sich selber gern reden, aber wer hat eigentlich keine Macke?
Wenn ich zurückdenke an Klaus, dann denke ich daran, wie er im Laufe meiner auf mittelalterlicher Rechtsprechung basierenden psychischen Rudel-Vergewaltigung seiner Tischnachbarin zuraunte: “Da stimmt doch was nicht. Irgendwas läuft doch hier völlig verkehrt!” - eine absolut offensichtliche Tatsache, die zu erkennen dann doch keine besonders hohe Intelligenz erforderte…
…und wie dieses gebildete, intelligente Etwas, das maßgeblich die Belange des ganzen Kanubezirks lenkt, in aller Ruhe diesem kranken Treiben zusah, offenbar gleichgültig zuließ, dass rechtsstaatliche Grundsätze draußen vor der Tür blieben, statt dem gewalttätigen Mob Einhalt zu gebieten.
Das ist wohl einer von denen, die immer über die zunehmende Gewalt auf unseren Straßen lamentieren, die aber, wenn sie selbst einmal Zeuge einer solchen Situation werden - wenn direkt daneben auf offener Straße wer brutal abgestochen wird - die Schultern zucken und gehen - mit der besonders anspruchsvollen Erkenntnis: da stimmt doch was nicht…
…und schon löst sich meine Hochachtung in Luft auf.
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