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Archiv der Kategorie Wenn ich zurückdenke

Alte Leute

Wenn ich zurückdenke…

Wenn ich zurückdenke an Hubert und seine Frau, erinnere ich mich, wie dieses ‘ältere Ehepaar’ sich den Verein ansehen wollte. Keins der anwesenden Vorstandsmitglieder erhob das Gesäß aus dem bequemen Sessel… waren ja nur alte Leute, nicht wahr? Was soll man denn mit denen?

Ich führte beide gern durchs Bootshaus, erklärte alles Wichtige und nahm beiden das Bedenken, ob sie vielleicht zu alt wären für unseren Klub… In meiner mir eigenen offenherzigen Art versicherte ich, dass bei uns alle Generationen wunderbar harmonierten, jeder willkommen sei! Die beiden meldeten sich daraufhin sofort als Mitglieder an…

…ließen sich im Laufe des späteren massiven Mobbings ungeniert durch den restlichen Vorstand gegen mich benutzen und kamen sich dabei offenar besonders wichtig - richtig großartig - vor…

Der Jugendwart

Wenn ich zurückdenke…

Wenn ich zurückdenke an den Jugendwart komme ich nicht umhin, über diesen Jüngling zu schmunzeln, der soviel Orientierungs-Sinn besitzt, dass er Gefahr läuft, sich in seinem eigenen Kinderzimmer zu verlaufen.

Dabei fällt mir ein, wie ich trotz eigener Zeitnot losgehetzt bin, ihm wichtige Vereins-Unterlagen zu besorgen, weil dieser Abiturient mit der Aufgabe innerhalb unserer geschlossenen Ortschaft 2 (in Worten: zwei!) mal abbiegen zu müssen völlig überfordert war.
Auch habe ich ihm wohl das Leben gerettet, indem ich ihn zum DKV-Lehrgang ganz selbstverständlich unter meine Fittiche nahm - er allein würde vermutlich heute noch umherirren auf der Suche nach dem richtigen Weg.

Zum Dank dafür schaffte er es wenige Monate später kaum, ein einziges mal beim Boot zu helfen oder zu grüßen und ließ sich stattdessen willig von der Obrigkeit gegen mich benutzen.

Ein netter Geselle.

Der Pädagoge

Wenn ich zurückdenke…

Wenn ich zurückdenke an den den Geschäftsführer des Vereins, an den Pädagogen, der mir so überaus großzügig seine Hilfe aufdrängte, weil er das ja schließlich gelernt hat…

Der Pädagoge, der sich dann in der Folge - in an Perfektion grenzender Manier - selbst darin übertraf, Tatsachen ins Gegenteil zu verkehren, kritischen Nachfragen einiger denkender Mitglieder mit dreisten Lügen zu begegnen und mich letztendlich schlichtweg als geisteskrank darzustellen… Ein selbsternannter Psychoanalytiker - ein ‘Klassemann’.

Dass er mir zunächst leid tat, weil ihn seine Frau nach langjähriger Ehe ’so völlig überraschend’ verlassen hat, verstehe ich heute selbst nicht mehr - eher frage ich mich, wie es seine Ex so viele Jahre mit ihm aushalten konnte. Mich jedenfalls würde eine solche Tatsachenverdreherei in meiner Partnerschaft innerhalb kürzester Zeit in den Wahnsinn treiben.
Wenigstens lässt man ihn heute - als Rentner - nicht mehr auf wehrlose Schüler los.