Starke Frauen stehen immer wieder auf

Du bist immer wieder aufgestanden,
du hast so oft ganz neu angefangen.
Dass du geweint hast ist wahrscheinlich,
doch starke Frauen weinen heimlich.

(Hanne Haller)

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Übelkeit

Wieder mal todmüde ins Bett gefallen, wieder mal stundenlang wach gelegen…
…bis – endlich – der ersehnte Schlaf kam und mit ihm – natürlich (!) – ein Alptraum.

Man kann ihn nicht ‚abschalten’, den Kopf.

Wieder mal viel zu früh aufgewacht, wieder mal mit Übelkeit in den Tag gestartet…

Man möchte einfach liegen bleiben, nach einer solchen Nacht.

Solche Nächte kannte ich früher nicht. Ganz egal, wie erdrückend manchmal die Sorgen waren, die Nächte brachten erholsamen Schlaf und neue Kraft für den neuen Tag.

Seit dem Mobbing ist alles anders…

Banner Vereinsmeierei

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Wenn (Freizeit-)Sport krank macht…

Ethik-im-Sport„Sport ist gesund“ heißt es immer wieder und „Sport macht stark, Sport hält fit.“ – „Als Ausgleich zum Beruf, zum Alltag, sollte man regelmäßig Sport treiben.“ – “Sport fördert nicht nur die Beweglichkeit, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl.“

Prima! Wo treibt man Sport? In der Regel im Verein – denn: im Verein ist Sport ja bekanntlich am schönsten…

Im Verein geht es dann erst einmal um Statuten, Satzungen, Hierarchien, Vorstände, Gebühren und Beiträge, Mitglieder-Versammlungen, Ehren-Ämter, Pflicht-Arbeitsstunden, Vereinsordnungen, Hausordnungen, Ehrenordnungen…

Ein Verein wird gegründet, ins Vereinsregister eingetragen, im Normalfall als ‚gemeinnützig’ anerkannt, erhält zur Förderung der sozial so unersetzlichen Gemeinnützigkeit Spenden und Fördermittel, wird selbst Mitglied im nächst größeren Verbund – in diesem Falle: Sportbund und/oder Sportverband – mit weiteren Statuten, Satzungen, Hierarchien, Versammlungen und Ordnungen, schließlich als Dachorganisation in Deutschland der Deutsche Olympische Sportbund DOSB – mit eigenen Statuten, Satzungen und Ordnungen…

Bürokratie, made in Germany – alles ist geregelt. Dann kann der Spaß ja endlich losgehen – der Spaß am Sport, die Gesundheit durch Sport, der Erfolg im Sport…

MedailleErfolg? – Halt! Vielleicht besser nicht! Denn Erfolg erzeugt Neid und Missgunst und wird nicht selten schwer ‚geahndet’. Das gerade noch so beliebte Vereinsmitglied wird zur Last, zur Unperson – zum Abschuss freigegeben. Jetzt tritt eine Ordnung ganz anderer Art in Kraft: die ‚Hack’-Ordnung. Sie steht auf keinem Papier, doch jeder kennt sie.

Soziale Ausgrenzung ist das Mindeste, mit dem nun zu rechnen ist, gern getragen von irgendwelchen Gerüchten, innerhalb kürzester Zeit über den Sportskameraden in die Welt gesetzt – im Alltag nennt man das üble Nachrede oder Verleumdung.

Je weniger einer sonst im Leben zu melden hat, desto intensiver hackt er jetzt mit – schließlich ist man ja wer, hier im Verein. Dem Erfindungsreichtum an Bosheiten gegen das auserwählte Opfer sind letztendlich keine Grenzen mehr gesetzt. Begriffe wie Ethik, Anstand und Sportskameradschaft mutieren zu Fremdworten: Vereinsmeierei, wie sie im Buche steht.

Je länger das Opfer den Attacken Stand hält, desto niederträchtiger und widerlicher werden diese. Und scheitert man mit den Bosheiten an der inneren Stärke eines als Mobbing-Opfer auserkorenen Erwachsenen, dann richten sich diese ganz ungeniert auch gegen Kinder.

Über kurz oder lang ist es erreicht, das kranke Ziel – irgendwann kriegt man jeden klein. Der unerwünschte Leistungsträger ist auf die eine oder andere Weise erfolgreich entsorgt. Mobbing – Psychoterror ungeahnter Dimensionen – hat aus einem ehemals motivierten, gesunden Menschen ein nervliches Wrack gemacht, voller Alpträume, Ess- und/oder Schlafstörungen, Sodbrennen, Übelkeit – möglicherweise Depressionen. Der Mensch ist krank, dabei ist er doch so gesund, der Sport.

Sucht das Opfer dann Hilfe bei den offiziell Verantwortlichen des organisierten Sports – Sportbund oder -verband –, oh, dann kann es Geschichten erzählen, denn bei der Niederschrift all dieser zahllosen Statuten, Satzungen und Ordnungen ist wohl das Verständnis grundlegender Menschenrechte irgendwie auf der Strecke geblieben…

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Rückblicke

50Heute ist ein guter Tag, zurück zu blicken – auf ein Leben voller Höhen und Tiefen.

Wie schön war sie, die Kindheit. Irgendwie war alles ‚einfach’. Schön war sie, nicht unbeschwert – warum auch? Ein paar Hürden gehören doch dazu, zum Leben. Man lernt daraus, reift daran – wird stark. Ich denke gern daran zurück.

Die große Liebe? Ja, die ist mir begegnet. Ich hab sie festgehalten – schon seit über 30 Jahren…
Zweimal haarscharf vorbeigeschrammt, am Schicksal einer jungen Witwe… – auch diese Tiefen überwunden: ‚Mach’s beste draus!’

Mutterglück? Ja – zweifach. Wie schwer es oft ist, Mutter zu sein. Wie viele Fragen muss man beantworten – manchmal schwere Fragen – wie viele Entscheidungen treffen, wie viele tröstende Worte finden? Wieviel Kraft das kostet…
Aber: was wäre ich ohne meine Kinder? Arm. Unerträglich arm.

Sorgen? Oh, ja! Viele davon, unendlich viele. So oft gestürzt – immer wieder aufgestanden – gestärkt, nicht gebrochen.

Viele Höhen erlebt, viele Tiefen überwunden – mit Humor, wie sonst?

Immer mal mahnende Worte eines Arztes: „Denken Sie mehr an sich, sonst…!“ – Sorry, so bin ich nicht, so bin ich nie gewesen.

Dann das Mobbing – nach und nach war alles anders. Feigheit – grenzenlose Feigheit, Rücksichtslosigkeit – haarsträubende Rücksichtslosigkeit, Bosheit – konzentrierte Bosheit meiner ‚Kameraden’ haben mein Leben verändert, mich verändert.

Wie sehr hatte ich mich auf den heutigen Tag gefreut, wie viele Pläne gemacht. Und nun? Geliebte Menschen nicht mehr da, auch der treue Vierbeiner nicht. Alles kam anders – und doch: er war schön, mein Tag, sehr schön, nur eben anders.

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