Silvester 2009 – Gedanken eines Mobbing-Opfers

Jahreswechsel feiern? Wie geht das?

‚Kameraden‘ – ‚Freunde‘ (!) – haben mich ungeniert fertiggemacht. Lassen sich dafür feiern wie Helden. Niemand unternimmt etwas gegen diese Gewalttäter.

Mein Bruder wird das kommende Jahr nicht überleben.

Ich bin verzweifelt. Ich habe zu viele Tränen geweint, zu viele Tränen meiner Lieben gesehen. Werde ich die Kraft aufbringen, die ich brauche? Wieviel kann ein Mensch ertragen?

Freunde begleiten meine Familie und mich durch diese Nacht. Ich möchte die Zeit anhalten.

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Ich bereue

Wenn ich zurückdenke…

Wenn ich zurückdenke, bereue ich, bereue ich zutiefst.

Ich bereue die vielen hundert Arbeitsstunden, die ich für diesen Verein geleistet habe – allein, weil ich keine halben Sachen mache, weil ich Pflichten, die ich übernehme, verantwortlich übernehme und weil ich dafür, ein besonders gutes Ergebnis zu erzielen, alles – einfach alles – gebe…

Ich bereue mein großes Engagement über viele Jahre, von dem der Verein und seine Mitglieder ausgiebig profitiert haben…

Ich bereue, dass ich in die Bresche gesprungen bin, als sich Anfang 2007 niemand – absolut niemand! – bereit fand, die Kasse zu übernehmen. Ich bereue, dass ich im Zuge meiner Vorstandstätigkeit versucht habe, eine Gleichbehandlung aller Mitglieder zu erreichen…

Ich bereue, dass es diesem Verein durch meinen sportlichen Beitrag gelungen ist, einmal den heiß begehrten Wanderpokal der Weserberglandrallye zu ergattern…
…eine Leistung, für die ich anschließend durch Alexis über die Maßen zur Kasse gebeten (besser: kommandiert!) wurde.

Ich bereue nicht, dass ich selbstständig denke und für meine Überzeugungen einstehe – notfalls auch dafür kämpfe!

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Opfer oder Täter?

Wenn eine Frau, die vergewaltigt wird, sich wehrt…

…und dem Täter dabei ein paar Kratzer oder Schrammen zufügt…

…wird die Frau dadurch vom Opfer zum Täter?

vgl.: Wo beginnt Gewalt?
Wann beginnt Gewalt?

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Sogenannte ‚Kameraden‘

Wenn ich zurückdenke…

Wenn ich zurückdenke an meine sogenannten Ex-‚Kameraden‘, erinnere ich mich an die unzähligen monströsen Brötchentüten, mit denen ich sonntags in der Früh immer zum Bootshaus gedackelt bin (für Alexis‘ Tocher ein Körnerbrötchen – Extrawürste sind bei mir im Service enthalten), um sie fürs gemeinsame Frühstück zu spendieren, an die gewaltigen Berge von Gebäck und Knabbereien, die ich immer wieder zum Verein geschafft und dort ganz selbstverständlich der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt habe, an meine begehrte Kräuterbutter, die ich immer gleich im Kilo produzierte, die zahllosen Alioli-Töpfchen, die unsere Grillabende abrundeten…
…und daran, dass die Nutznießer dieser Mühen nur wenige Monate später nicht einmal einen einzigen Schluck Kaffee für mich erübrigen konnten.

Wenn ich zurückdenke an diese ‚Kumpane‘ drängt sich ins Gedächtnis, wie ich mit meinen kleinen, beliebten Verrücktheiten – einmal mit nur einer Grilltomate – immer wieder die ganze Tischrunde zum Lachen brachte, wie alle in schallendes Gelächter ausbrachen über meine fast nebensächlich geäußerten Bemerkungen…
…und wie die selbe Gesellschaft nur wenig später kaum noch einen Gruß über ihre Lippen brachte und schließlich über mich herfiel wie eine wild gewordene Hammel-Herde.

Wenn ich zurückdenke an diese langjährigen ‚Gefährten‘, denke ich daran, wie viel Geätze und Gehetze ich mir jahrelang von den einen über die anderen angehört habe, wie sich immer wieder Mitglieder bei mir beklagt haben über Willkür, Ungerechtigkeiten, Arroganz…
…und wie schnell alle feige den Kopf einzogen – oder sich sogar aktiv gegen mich benutzen ließen -, als ich selbst dieser Willkür, Ungerechtigkeit und Arroganz zum Opfer fiel.

Wenn ich zurückdenke an diese Wesen – welcher Gattung auch immer sie angehören mögen –

– Wesen, von denen ich früher mal eine sehr hohe Meinung hatte
– Wesen, für deren Probleme und Problemchen ich stets ein offenes Ohr hatte
– Wesen, die mich nachts hätten wecken können, wenn sie mich brauchten…

…wenn ich an diese Wesen zurückdenke, sehe ich eine Ansammlung von Ringelschwänzen und Steckdosennasen, eine Handvoll Menschen steht ziemlich verloren dazwischen. Dieses Bild drängt sich meinem inneren Auge auf, ich kann nichts dagegen tun.

…und bevor nun irgendwer behauptet,
ich würde meine Ex-‚Kameraden‘ ‚Schweine‘ nennen…

Ehrlich: das würde ich nie tun! Das wäre ja beleidigend – für Schweine! Denn: Schweine besitzen – im Gegensatz zu diesen Wesen – ein ausgeprägtes Sozial-Verhalten…

Der Gattung ‚Mensch‘ jedoch, kann ich diese Wesen auch nicht zuordnen. Denn: Menschen hätten längst genügend Rückgrat zusammengekratzt, ihr großes Unrecht einzusehen und wenigstens den jämmerlichen Versuch unternommen, für ihr eklatant widerliches Verhalten eine Entschuldigung zu formulieren…
Da bei etwas über 100 Mitgliedern für diesen unabdingbaren Schritt offenbar nicht genug Rückgrat zusammengerafft werden kann, muss es sich wohl um eine wirbellose Spezies handeln. Ich werde gelegentlich einen Biologen dazu befragen…

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