Die Welt ist viel zu gefährlich, um darin zu leben.
Nicht wegen der Menschen, die Böses tun,
sondern wegen der Menschen,
die daneben stehen und sie gewähren lassen.
(Albert Einstein)
Die Welt ist viel zu gefährlich, um darin zu leben.
Nicht wegen der Menschen, die Böses tun,
sondern wegen der Menschen,
die daneben stehen und sie gewähren lassen.
(Albert Einstein)
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke an Klaus, langjährigen Vorsitzenden des KKRuhr, erinnere ich mich an die hohe Meinung, die ich all die Jahre von ihm hatte (so wie von vielen anderen auch). Gebildeter Mann, auch im Kanu-Bezirk ein hohes Tier.
Nun ja, hört sich selber gern reden, aber wer hat eigentlich keine Macke?
Wenn ich zurückdenke an Klaus, dann denke ich daran, wie er im Laufe meiner auf mittelalterlicher Rechtsprechung basierenden psychischen Rudel-Vergewaltigung seiner Tischnachbarin zuraunte: „Da stimmt doch was nicht. Irgendwas läuft doch hier völlig verkehrt!“ – eine absolut offensichtliche Tatsache, die zu erkennen dann doch keine besonders hohe Intelligenz erforderte…
…und wie dieses gebildete, intelligente Etwas, das maßgeblich die Belange des ganzen Kanubezirks lenkt, in aller Ruhe diesem kranken Treiben zusah, offenbar gleichgültig zuließ, dass rechtsstaatliche Grundsätze draußen vor der Tür blieben, statt dem gewalttätigen Mob Einhalt zu gebieten.
Das ist wohl einer von denen, die immer über die zunehmende Gewalt auf unseren Straßen lamentieren, die aber, wenn sie selbst einmal Zeuge einer solchen Situation werden – wenn direkt daneben auf offener Straße wer brutal abgestochen wird – die Schultern zucken und gehen – mit der besonders anspruchsvollen Erkenntnis: da stimmt doch was nicht…
…und schon löst sich meine Hochachtung in Luft auf.
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke an Hubert und seine Frau, erinnere ich mich, wie dieses ‚ältere Ehepaar‘ sich den Verein ansehen wollte. Keins der anwesenden Vorstandsmitglieder erhob das Gesäß aus dem bequemen Sessel… waren ja nur alte Leute, nicht wahr? Was soll man denn mit denen?
Ich führte beide gern durchs Bootshaus, erklärte alles Wichtige und nahm beiden das Bedenken, ob sie vielleicht zu alt wären für unseren Klub… In meiner mir eigenen offenherzigen Art versicherte ich, dass bei uns alle Generationen wunderbar harmonierten, jeder willkommen sei! Die beiden meldeten sich daraufhin sofort als Mitglieder an…
…ließen sich im Laufe des späteren massiven Mobbings ungeniert durch den restlichen Vorstand gegen mich benutzen und kamen sich dabei offenar besonders wichtig – richtig großartig – vor…
Wenn ich zurückdenke…
Wenn ich zurückdenke an den Jugendwart komme ich nicht umhin, über diesen Jüngling zu schmunzeln, der soviel Orientierungs-Sinn besitzt, dass er Gefahr läuft, sich in seinem eigenen Kinderzimmer zu verlaufen.
Dabei fällt mir ein, wie ich trotz eigener Zeitnot losgehetzt bin, ihm wichtige Vereins-Unterlagen zu besorgen, weil dieser Abiturient mit der Aufgabe innerhalb unserer geschlossenen Ortschaft 2 (in Worten: zwei!) mal abbiegen zu müssen völlig überfordert war.
Auch habe ich ihm wohl das Leben gerettet, indem ich ihn zum DKV-Lehrgang ganz selbstverständlich unter meine Fittiche nahm – er allein würde vermutlich heute noch umherirren auf der Suche nach dem richtigen Weg.
Zum Dank dafür schaffte er es wenige Monate später kaum, ein einziges mal beim Boot zu helfen oder zu grüßen und ließ sich stattdessen willig von der Obrigkeit gegen mich benutzen.
Ein netter Geselle.