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Danke
Ein Jahr ist vergangen, seit mein Buch in den Handel kam. Ein Jahr seit ich anfing, nach früher eher zaghaften Versuchen Mobbing etwas entgegen zu setzen, nach und nach alle - wirklich alle! - Register zu ziehen, um einer perfiden Form von Gewalt aktiv zu begegnen.
Der richtige Zeitpunkt, eine erste Bilanz zu ziehen…
Da waren zunächst die anonymen Drohungen… Naja. Was ich davon halte, habe ich wohl schon hinlänglich zum Ausdruck gebracht. Wenigstens war das für mich der endgültige Anstoß, Polizei und Staatsanwaltschaft einzuschalten. Das hätte ich jedoch schon viel früher tun sollen. Aber wem kommt es in den Sinn, Anzeige gegen “Kameraden” oder “Freunde” zu erstatten?
Einige wenige Aggressoren haben sich zu Wort gemeldet - in sehr überschaubarer Zahl. Nach der geballten Aggression, die ich im KK Ruhr erlebt habe, haut mich das nicht um. Warum eigentlich können sich Gegner einer Idee, einer Initiative, einer Maßnahme nicht sachlich äußern?
Früher hat man immer gesagt: “Wer schreit, hat Unrecht…”.
Auch Ignoranz ist mir begegnet. Natürlich.
Menschen, die etwas bewegen, verändern, verbessern wollen, sind schon immer entweder belächelt, ignoriert oder bekämpft worden…
…aber immer nur so lange, bis Fakten oder Ereignisse ihnen Recht gaben.
Tatsächlich habe ich aber auch viel, sehr viel Zuspruch erhalten. Viel Achtung vor meinem Mut, Beifall für mein Engagement und meine Hartnäckigkeit. Häufig die Bestätigung: “Genau so ist es. Ganz genau. Gut, dass das mal einer in Worte gefasst hat…”. Selbst anfängliche Skeptiker bringen angenehm überrascht ihre Anerkennung zum Ausdruck.
Auf verschiedenen Wegen Kommentare aus anderen Vereinen mit dem Tenor: “Ja! Es muss sich etwas ändern. Dringend!” Über die Brutalität, mit der man in meinem Ex-Verein letztendlich gegen mich vorging, sind selbst eingefleischte Vereinsbefürworter entsetzt.
Meine Veröffentlichung erzeugt Nachdenklichkeit. Positive Reaktionen. Und täglich werden es mehr.
Ich bin dankbar. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, denen es immer wieder gelingt, meine ursprünglich ausgeprägte, ansteckende Fröhlichkeit aus der Versenkung zu holen, in die sie durch Gewalt verdrängt wurde. Ich bin dankbar für jedes nette, anerkennende Wort, für jede Unterstützung sowohl vor als auch nach Veröffentlichung meiner Erlebnisse. Und ich kämpfe weiter.
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