Mobbing – schon wieder!

Es ist wieder passiert…

…Mobbing!

Jahrelange, immer wiederkehrende Mobbing-Attacken meiner Arbeitskollegin haben mich veranlasst, den Job zu wechseln.

Ich frage mich, ob ich die zahlreichen Parallelen zum Mobbing im Verein nun eigentlich interessant finden soll oder eher erschreckend, bemerkenswert oder doch eher beängstigend.

Wieder war offensichtlich krankhaftes Konkurrenzdenken die Ursache. Wieder mal hat irgend so ein mit sich selbst unzufriedenes Weib meine lockere, unterhaltsame Art nicht vertragen können, mir meine Beliebtheit, meine Leistungsfähigkeit und meinen konstruktiven Ideenreichtum bei der Bewältigung auch schwieriger Aufgaben geneidet und sich über einen längeren Zeitraum 1000 Dinge und Wege überlegt, mir das Leben unnötig schwer zu machen.

Wieder mal sah irgend so ein ‚karrieregeiles Etwas’ seine Machtposition gefährdet, auf die ich niemals scharf war! – forderte gegenseitigen Respekt, während sie oft in arroganter Manier versuchte, meine Leistung schlecht zu reden oder sogar zu behindern – weil ich meinen (Arbeits-)Bereich autonom und erfolgreich bewältigte. Krank! Vollkommen krank!

Bootshaus-Schimmel kann ich hier als Ursache wohl ausschließen. Bleibt noch die Überlegung, ob es sich um einen neuzeitlichen Massen-Gendefekt handelt oder eher um eine ansteckende Krankheit, ein Bakterium, einen Virus, eine Epidemie womöglich…

Ich komme langsam zu der Überzeugung, dass die Durchseuchung der Gesellschaft mit dem Mobbing-Erreger schon derart weit fortgeschritten ist, dass Begriffe wie beispielsweise ‚Ethik’, ‚Moral’ und ‚Empathie’ selbst in Fremdwörter-Lexika nicht mehr zu finden sind oder aber dort ein unentdecktes Dasein fristen.

Und ja: Das finde ich erschreckend!

Zwei wichtige Faktoren aber waren anders als im Mobbing-Verein:

  • Meine Arbeitskollegen haben – mit ein, zwei Ausnahmen – nicht mitgemobbt und mir stattdessen immer wieder Mut gemacht. Nicht gerade aktive Hilfe, wie ich sie begrüßt hätte, aber immerhin Rückendeckung und die Sicherheit, mich als ‚Mensch’ fühlen zu können. Dadurch konnte ich über Jahre die Attacken der Mobberin häufig sogar belächeln (was sie zweifelsohne erst recht animierte, weiter zu machen).
  • Es gab abschließend – ohne die Mobberin – ein vernünftiges, sachliches Gespräch: ein paar ehrliche Worte, die zwar die Geschehnisse nicht ungeschehen machen können aber doch ein gutes Gefühl in mir erzeugt haben für zukünftige unbelastete Begegnungen. 

Beides haben meine Ex-‚Kameraden’ nicht zuwege gebracht – bis heute nicht!

Und während ich mich nun frage, ob ich mich ändern sollte – ob ich mich vielleicht zukünftig gezielt dämlich anstellen sollte, um nicht etwa noch einmal diese asoziale Pest erleben zu müssen – fällt mir ein, wie ich mich im Zuge dieser Hasskampagne im Mobbing-Verein sogar für meine Hilfsbereitschaft rechtfertigen sollte…
…eines der Ereignisse, die meine ganze Lebensphilosophie in Frage stellten.

Und während ich hier sitze und mir diese Frage stelle, fällt mir die Empörung ein, mit der meine Kollegin vor drei Jahren auf die Veröffentlichung meines Buches reagiert hat, bei dessen Leseprobe sie sich offenbar sofort mit den Tätern identifizierte – und ich kann nicht anders, als mich mit einem breiten Grinsen intensiv darüber zu amüsieren wie Mobber sich verhalten, wenn sie sich ertappt oder entlarvt fühlen…

Nein danke! Ich verbiege mich nicht – nur weil offenbar kranke Menschen ihr Persönlichkeitsdefizit auf dem Rücken Anderer kompensieren müssen! Ich will und werde mich nicht ändern, bleibe mir selber treu – kann weiterhin in den Spiegel sehen! – und freue mich auf meine neue Aufgabe (hoffentlich in Mobbing-freier Zone).

Zweite AuflageAus meinem Umfeld kam nun verstärkt die erwartungsvolle Frage, ob über diese Ereignisse ein zweites Buch zu erwarten sei…
…nun: an meinem zweiten Buch arbeite ich ja bereits. Aber es wird ganz sicher keine zweite Autobiografie über Mobbing. Dafür ist meine Ex-‚Kollegin’ viel zu einfallslos – sprich: das Buch würde grottenlangweilig!

🙂 …und da sind meine Leser doch wirklich Besseres gewöhnt!

Über Ilia-Faye

Ich bin: Harmonie-Junkie. Ich schätze: Ehrlichkeit, Offenheit, Zuverlässigkeit. Ich verachte: Missgunst, Niedertracht, Feigheit, Hinterhältigkeit, unsoziales Verhalten.
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Eine Antwort auf Mobbing – schon wieder!

  1. Ilia sagt:

    Da ich ja weiß, wie fix und heiß die Gerüchteküche kocht, hier noch folgende Anmerkungen:

    – Nein, auch in diesem Falle habe ich das Mobbing nicht selbst verschuldet. Ich habe einfach gute Arbeit geleistet, bin den Kollegen herzlich begegnet und hatte Spaß an meiner Aufgabe. Mehr braucht es nicht, um zum Ziel irgendwelcher Bosheiten zu werden.

    – Zudem weiß ich, wie meine Vorgängerin ‚entsorgt‘ wurde… Auch ‚Alexis‘ ist ja, wie ich weiß, Wiederholungs-Täterin…

    – Diese Erfahrung zeigt sehr deutlich, wie wichtig für den Verlauf und die Erträglichkeit von Mobbing das Verhalten des Umfeldes ist…

    – Nein, diese Mobbing-Erfahrung wird mich nicht über einen längeren Zeitraum verfolgen. Die Mobberin spielt in meinem Leben ganz einfach keine Rolle – was die tut und/oder denkt geht mir am A… vorbei. Als sich gesundheitliche Beeinträchtigungen einstellten, habe ich mich ohne zu zögern nach einer interessanten Alternative umgesehen…

    – Die Niedertracht, die ich im Verein erleben musste, hatte ein ganz anderes Kaliber – und war gerade deswegen so verletzend, weil sie von vermeintlichen ‚Freunden‘ und ‚Kameraden‘ ausging…
    Der Mensch ist von Natur aus ein Hordentier. Er ist als Einzelgänger nicht programmiert. Soziale Kontakte – gerade in der Freizeit – sind für ihn lebensnotwendig!