Gandhi

Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

(Mahatma Gandhi)

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Schuld(en) eines Mobbing-Opfers

Der Email-Schreiber hält mir vor, dass ich mich gewehrt habe!
Dieser Ex-Kamerad reibt mir Reaktionen unter die Nase, die nie erfolgt wären, wenn nicht einige so engagiert mitgepöbelt und –schikaniert und alle anderen so erfolgreich weggesehen hätten.
Meine paar lächerlichen Reaktionen: das seien doch Fehler gewesen, da sei ich doch selbst schuld… – Na klar!
Und dass Juda mehr von mir wollte, muss mir doch sehr schnell klar geworden sein (was wollen mir diese Worte sagen…) – das aber auszusprechen: schwerer Frevel! Aha! Soso!

Eine Frau, die vergewaltigt* werden soll, muss sich ja auch nicht wehren. Soll sich doch einfach hinlegen, die Schlampe, Beine spreizen, Kerl drüber lassen – ist doch kein Problem, oder?
Und ganz sicher hatte die irgendwann mal nen kurzen Rock an, den falschen Augenaufschlag erwischt, oder was auch immer getan, den Täter zu animieren – selbst schuld eben…
Vielleicht kann man auch für den Fall, dass die Frau sich nicht wehrt, so lange die Tatsachen verdrehen und verbiegen, bis der Täter das Opfer wegen entgangenen Vergnügens (das ja mit Gegenwehr für ihn deutlich reizvoller gewesen wäre!) verklagen kann…

Es ist ja so einfach, mit dem Finger auf das Opfer zu zeigen und „Schuld“ zu rufen.
Selbst ein niedliches kleines Schmusekätzchen fährt irgendwann die Krallen aus, wenn es nur oft genug getreten wird.
Nun, ein harmloses Schmusekätzchen bin ich nicht. Was aber dabei herauskommt, wenn man einen Tiger penetrant reizt – nun ja, das steht ja alles im Buch…

Mein schweres Vergehen: dass mir im Laufe dieser vielen Mobbing-Monate ein einziges Mal öffentlich der Kragen geplatzt ist… Sag mal – geht’s noch?

*Zur Vorbeugung etwaiger Fehlinterpretationen: nein, ich bin in diesem Verein nicht vergewaltigt worden – nicht im herkömmlichen Sinne. Nur psychisch, dafür aber gleich im Pulk von lauter Gutmenschen und Moralaposteln

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Die so genannten ‚Unbeteiligten’

Triumph des BösenFür den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!
(Edmund Burke)

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Sympathien für ein Mobbing-Opfer

Der Email-Schreiber macht mich darauf aufmerksam, dass mir durch meine Veröffentlichungen im BLOG möglicherweise Sympathien im Mobbing-Verein abhanden kommen. Ach herrje!

Bitte, auf welche Sympathien meint der, dass ich noch irgendwelchen Wert lege?

  • Auf die des/der Täter, die mich monatelang ohne jeden Anlass auf besonders boshafte Weise attackiert haben?
  • Auf die der Mittäter, die sich so gern selbst auf die Schulter klopften, weil sie ja angeblich völlig neutral waren, in Wahrheit aber die Mobber unterstützten, derer, die einem der Täter stets die Tränen trockneten, wenn ich diesen Macho als Quittung für ungebremstes Machtgehabe, Verletzungen, Beleidigungen und Schikane hier und da mal verbal voll zwischen die Beine traf?
  • Auf die der Wegseher, die doch schließlich nur ihre Ruhe haben wollten und die wohl bis heute nicht begriffen haben, was sie da getan haben?

Vielleicht möchten mich ja einige davon gern verklagen. Wegen des Gehörschadens, den der Eine oder Andere erlitten haben muss, als ich immer wieder mal laut um Hilfe rief…
Ach nein, das waren ja keine Hilferufe – das war ja Unfriedenstiften…

Das Genovese-Syndrom – wenn keiner hilft.

Bei der Gelegenheit muss ich unwillkürlich an Kitty Genovese denken.
Eine Frau wird mitten in NewYorkCity überfallen. Ruft laut um Hilfe. Vergeblich! Zahlreiche Menschen registrieren das Verbrechen – alle sehen weg. Einer der Nachbarn soll sogar seine Musik lauter gedreht haben, weil er sich durch die verzweifelten Hilferufe belästigt fühlte…
Die Frau wurde brutalst vergewaltigt und ermordet – aber ganz sicher legt die Tote gesteigerten Wert auf die Sympathien all dieser Wegseher…

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