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- So., 6. Mai 2012: Gewissenlosigkeit der Mobber – statt Betroffenheit und Scham
- Sa., 5. Mai 2012: Neuzeitliche ‚Moral’ – ein Mobbing-Gedicht
- So., 29. April 2012: Ein Interview
- Do., 29. März 2012: Mobbing – eine vereinsinterne Angelegenheit?!
- Mo., 19. März 2012: Ignoranz ist gar kein Ausdruck...
- So., 11. März 2012: Starke Frauen stehen immer wieder auf
- So., 4. März 2012: Übelkeit
- Di., 21. Februar 2012: Rückblicke
- Sa., 18. Februar 2012: (Un-)Fähigkeiten eines Mobbers
- Mi., 8. Februar 2012: Drei Jahre Feigheit im Mobbing-Verein
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Gutmenschen und Moralaposteln
Zwei Jahre ist es nun her. Zwei Jahre, seit eine Horde voller Gutmenschen über mich herfiel wie mittelalterlicher Pöbel. Lauter Moralaposteln, die sich in grenzenloser Arroganz über das deutsche Grundgesetz erhoben, mir meine Grundrechte verweigerten und gemeinsam feststellten, was ich doch für ein schlechter Mensch bin…
- Darunter der eine, der – obwohl selbst fest liiert – mir ins Ohr raunte: „Am liebsten würd’ ich dich jetzt mich Haut und Haaren verspeisen…“, während seine Hände bei verdächtig engem Tanz bereits unter meinem T-Shirt aktiv wurden – und der darauf eine passende Abfuhr bekam: „Pass mal auf, dass du dich an mir nicht verschluckst…“…
- oder der verheiratete alte Mann, der mir – kaum dass wir unter uns waren – mit den Worten „ich wollte immer schon mir dir allein sein. Endlich…“ ebenfalls sofort zu fummeln begann… – sexuelle Belästigung, die anzuzeigen ich trotz dringenden Anratens seitens der Kripo versäumt habe, einfach weil sie im Rahmen der Gesamtvorfälle so unglaublich geringfügig erscheint…
- derjenige, der – kaum dass ich auf der Leiter stand – mit lüsternen Händen von unten her das Innenleben meiner Hosenbeine erkundete…
- diese Testosteronschleuder, der keine Gelegenheit ausließ, mir die Bekanntschaft mit seiner einzigen aktiven Gehirnzelle anzubiedern, die irgendwo zwischen seinen Beinen baumelt und der wohl ein persönliches Problem damit hatte, dass ich aber auch so gar kein Interesse an dieser Form der Bekanntschaft bekundete…
- derjenige, der mich unmissverständlich zum ‚Sandwich’ mit zwei verheirateten Kerlen einlud – manch einer nennt das auch nen flotten Dreier – was, wenn ich ja gesagt hätte…
- die Besitzer der einen oder anderen Hand, die in eindeutiger Pose unterm Tisch wie selbstverständlich ihren Platz auf meinem entblößten Oberschenkel suchte… – nebenher: landen konnten die alle nicht bei mir, aber ich muss ja ein richtig heißer Feger sein…
- der damalige Wanderwart – ein echter Sportskamerad –, der Mareike unkontrolliert anschrie: „Ich helf dir nie wieder beim Boot! Ich lass dich absaufen hier am Steg!…“, weil sie sich nach fast 50jähriger Vereins-Mitgliedschaft nicht seiner offensichtlichen Willkür beugen wollte…
- die ‚Dame’, die – da darf ich Dörte nochmal zitieren – „…nur lustig ist, wenn sie Schnaps getrunken hat oder über andere lästern kann…“ und die selbst vor Nötigung/Epressung nicht zurückschreckte…
- der Sozialdemokrat, über den ich inzwischen erfuhr, wie man ihn auf hochnotpeinliche Weise beim Erschummeln nie vollbrachter sportlicher Leistungen erwischte…
- und so weiter, und so fort, etc, pp…
…ein Verein voller Gutmenschen und Moralaposteln, die sich alle nicht schämen, mich als unmoralisch und schlecht zu verurteilen, weil ich es wagte, mich gegen Gewalt zu wehren!
Viele, sehr viele Ereignisse im KK Ruhr habe ich mit dem mir eigenen, lockeren Humor genommen. War ja schließlich Freizeit…

Was ich aber in der Mobbing-Phase alles erleben und erdulden musste, diesen unfassbaren Hinterhalt, diese grenzenlose Niedertracht, die unvorstellbar perfiden Vorgehensweisen der Mobber – die systematische Zerstörung eines Menschen, die ich in meinem Buch detailliert beschreibe – Vorfälle, die sowohl Vergleiche mit dem Stanford-Prison-Experiment als auch mit zumindest einigen Methoden weißer Folter auslösten – kann selbst eine Lachtaube wie ich nicht mehr mit Humor nehmen…
Kampf gegen Mobbing - mach mit!
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