Hexenverfolgung – Die Facharbeit

Aufgrund der zurückliegenden Ereignisse hat mein Sohn sich entschlossen, seine Facharbeit der Jahrgangsstufe 12 dem Thema „Hexenverfolgung mit Gegenwartsbezug“ zu widmen.
Titel: Anklagen und Urteilsvollstreckungen an Hexen an einigen ausgewählten historischen Beispielen (aus dem 16. bis 17. Jahrhundert) sowie der Wandel der Hexenverfolgung bis in die heutige Zeit.
Der Eifer, mit dem er Daten und Fakten für diese Facharbeit zusammenträgt, zeugt davon, wie wichtig ihm dieses Thema ist.

Als ich die fertige Arbeit lesen darf, wird mir übel. Ich stelle fest: es hat sich seit mehreren hundert Jahren im Grunde nichts geändert. Unter anderem am Beispiel Elisabeth von Doberschütz wird dort deutlich:

  • wie hinterhältig früher Menschen durch Rufmord fertiggemacht wurden – genau wie heute
  • wie kritiklos und selbstverständlich die Gesellschaft jedes Gerücht sofort in „Wissen“ umwandelte – genau wie heute
  • wie einfach es war, Menschen gegeneinander aufzuhetzen – genau wie heute…

Die Mentalität des Pöbels enthebt den Einzelnen der Pflicht, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Die Ursachen für solcherlei Vorfälle sind immer noch vergleichbar: Neid, Missgunst, auch mal gekränkte männliche Eitelkeit…

…allein: der Scheiterhaufen ist abgeschafft. Welch ein Fortschritt!

Ich habe das Gefühl, ich lese in dieser Facharbeit meine eigene Geschichte.

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Interpretation

Meine persönliche Interpretation dieser doch sicher hochqualifizierten Stellungnahme des zuständigen Sportverbandes:

1. Solange ein Kanuklub auf geduldigem Papier Leistungen vorweist, die man ehren und auszeichnen kann, ist es vollkommen unwichtig, ob diese auch wirklich erbracht wurden. Selbt bei konkretem Anlass gibt es keine Notwendigkeit für auch nur eine einzige Rückfrage. Hauptsache, die Fassade stimmt.

2. Hohes Aggressionspotential, das nicht einmal vor einem jugendlichen Vereinsmitglied Halt macht, ebenso wie die Missachtung menschlicher Grundrechte – sprich: menschenverachtendes Miteinander – sind kein Hinderungsgrund, den betreffenden Verein durch die Auszeichnung zum Kanuverein 2010 auch im Breitensport interessierten Familien besonders zu empfehlen.

3. Besondere Gewaltbereitschaft, die ihren Höhepunkt in anonymen Drohungen erfährt, steht einer Empfehlung als DKV-Station selbst dann nicht im Wege, wenn der betreffende Verein nicht einmal die eigens vom DKV festgelegten Grundvoraussetzungen für diesen Status erfüllt.

Wen wundert es, dass ich diese Schriften nicht veröffentlichen darf? Mich nicht! Aber interpretieren darf ich!

Die Folgen meines Hobbies

> Mein ganzes Leben – und das meiner Familie – ist völlig aus den Fugen geraten, meine Gesundheit angeschlagen, meine Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigt <

bezeichnet dieser große deutsche Sportverband ganz zart als vereinsinterne Missstände und besteht auf der Richtigkeit von Ehrung und Anerkennung der verantwortlichen Gewalttäter!
Wie ist das, wenn mal jemand durch solche vorsätzlichen Handlungen zu Tode kommt? Da reicht ja schon ein kleiner Herzinfarkt. Ein Suizid tut’s natürlich auch. Wie nennen diese Leute das: ‚Upps, ein kleines Malheur?‘

Na bravo! Was lerne ich daraus?

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Verantwortung – was ist das?

Endlich. Ich erhalte vom Verband tatsächlich eine Antwort. Und was für eine…

Eine spätere Bitte um die Genehmigung zur Veröffentlichung wird abgelehnt. Man wisse ja nicht, mit welcher Zielsetzung ich diese Schriften veröffentlichen wolle…

Naja. Meine Zielsetzung ist wohl jedem klar, der mich auf meinen Webseiten besucht, oder? Ich will erreichen, dass etwas gegen Mobbing unternommen wird. Ich will die allgegenwärtige Ignoranz dieser perfiden Form von Gewalt gegenüber aufbrechen…

Die abschlägige Antwort zur Genehmigung der Veröffentlichung basiert doch wohl eher darauf, dass beiden Herren vom Sportverband völlig klar ist, dass sie in diesem Punkt der Verantwortung, die sie mit ihren Ämtern übernommen haben, in keiner Weise gerecht werden.
Die Verweigerung der Genehmigung ist um so bedauerlicher, als der Leser sich leider kein eigenes Bild machen kann, sondern voll und ganz auf meine persönliche Interpretation und meine ganz persönliche daraus resultierende Schlussfolgerung (nachfolgende Interpretation nebst Kommentar) angewiesen ist.

Schade eigentlich. Sehr schade.

Andere Kanuten, mit denen ich über diese verantwortungslose Haltung des zuständigen Sportverbandes diskutiere, zeigen sich entsetzt.
Mir ist es nicht mehr möglich, ehrfurchtsvoll zu diesem großen deutschen Sportverband aufzusehen. Für diese Politik des Wegsehens fehlt mir jegliches Verständnis.

Eines aber steht fest: zukünftige derartige Korrespondenz werde ich nur noch öffentlich führen. Wer sich so galant aus der Verantwortung schleicht, sollte doch bitteschön auch öffentlich zu seinen Ansichten stehen.

Ich lasse mich doch nicht verarschen!

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Ich warte…

Keine Reaktion des LKV, keine Reaktion des DKV.

Diese Leute werden doch wohl irgendeine Meinung haben. Ich bitte den Deutschen Kanuverband nochmals höflich um eine Antwort.

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