Das Jubiläum

Das große Jubiläum wird angemessen gefeiert. Erst im Frühjahr vereinsintern. Dann im Juni offizieller Festakt mit namhaften Gästen, Bürgermeister & Co.

Nun endlich die Bezirksfahrt zu unserem KanuKlub mit großem Sommerfest. Zahlreiche Vereine des ganzen Bezirks paddeln zu unserem Vereinsgelände. Ich habe trotz der aktuellen Unstimmigkeiten nahezu alle Mitglieder motiviert, kräftig mitzuhelfen. Die Gäste fühlen sich offenbar richtig wohl. Die Presse ist auch da. Der Erfolg ist unser!

Auch die Festschrift ist pünktlich fertig geworden. 56 Seiten und ein ausgesprochen gelungenes Werk! Ich bin sehr stolz darauf.

Ich bin fix und alle. In die Vorbereitungen dieser ganzen Festivitäten habe ich 300 bis 400 Arbeitsstunden investiert. Egal! Ich hab es gern getan, bin doch hier zu Hause. Mein Lohn ist der Erfolg.

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Jubiläums-Vorbereitungen

Frühjahr 2005: Bei den umfangreichen Vorbereitungen fürs Jubiläum begegnet mir der Vorstand zunehmend arroganter. Ich habe die Aufgabe, die Mitwirkung des ‚Fußvolks‘ zu organisieren, soll jedes einzelne Mitglied zur Hilfe verpflichten, alle persönlich ansprechen, einen Tätigkeitsplan erstellen…
Meine Fragen bzgl. Ansprechpartnern/Anlaufstellen aus der Reihe des Vorstandes für den Tag des offiziellen Festaktes werden abgewürgt mit: ‚Das machen wir dann schon unter uns!‘. Aha! So ist das?

KKI FestschriftIch hänge mich ganz und gar in diese Aktionen, stelle alles andere dahinter zurück. Die Festschrift war zunächst mit 16 bis 20 Seiten geplant; es zeichnet sich ab, dass dieser Rahmen bei weitem nicht ausreicht. Ich hole Angebote für die Vervielfältigung ein, kümmere mich um den Inhalt, bearbeite die entsprechenden Fotos, hole mir bei Inserenten die Unterlagen ab… Zudem texte ich für die örtliche Presse, strecke meine Fühler nach der passenden Musik aus – und, und, und…
Mein Mann hat seine ganz eigene Art, mir mitzuteilen, dass ich auch noch ein Privatleben – eine Familie – habe: ‚Seht Kinder, die fremde Frau dort: das ist Eure Mutter!‘ 🙂

Wir sind inzwischen ‚auf den Hund gekommen‘. Unser mittelgroßer Hütehund ist voll und ganz in die Vereinsjugend integriert. Bei den häufigen ‚Räuber-und-Gendarm‘ Events wird er sogar bevorzugt in die Teams gewählt. Einfach toll, wie Kids und Hund gemeinsam übers Gelände flitzen und Spaß haben. 🙂

Was aber den Vorstand betrifft, zetert Alexis immer häufiger, man könne sich ja nirgendwo mehr dazu setzen. Die ’normalen‘ Mitglieder sind an den Vorstandstischen offenbar nicht mehr willkommen. Da kann ich ihr nur beipflichten. Hier hat sich ganz offensichtlich eine Kluft gebildet.

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Entmündigung der Mitglieder

April 2005: Der Verein hat eine neue Schließanlage. Plötzlich und unerwartet finden sich die Mitglieder vor verschlossenen Türen…

Der Vorstand hat beschlossen, dass bestimmte Bereiche den Mitgliedern nicht mehr uneingeschränkt zugänglich sein sollen. Diese Absicht muss kürzlich in der JHV irgendwie unter den Tisch gefallen sein…

Eine aufwändige Schlüssel-Tausch-Aktion ist notwendig. Die Mitglieder sind stocksauer. Zur Nutzung der Vereinsboote müssen sie sich ab sofort bei irgendeinem Vorstandsmitglied den passenden Schlüssel abholen… [Schlüssel als Werkzeug der Macht]. Spontanpaddeln mit Vereinsbooten ist dadurch quasi nicht mehr möglich…

Wir normal sterblichen Mitglieder sollen doch bitteschön dankbar sein, dass der Vorstand eine derart flexible Lösung gefunden hat… Schließlich stehen ja in anderen Vereinen die Gemeinschaftsboote nur zu festgelegten Zeiten zur Verfügung… Ist doch auch alles gar kein Problem… – sagen die, die alle Schlüssel in Händen halten…

Während die Mitglieder auf diese Weise regelrecht entmündigt werden, wird mir zugetragen, dass der Sohn des Hauswartes ein solches Boot für mehrere Monate nach Hause entführt hat. Er wohnt nicht mehr vor Ort und braucht doch schließlich im neuen Wohnort ein Kanu…
Dieses Gemeinschaftsgut steht der Gemeinschaft vorläufig nicht mehr zur Verfügung.

Mir wird anvertraut, dass ein Mitglied, das am Verein gezeltet hat, nach drei Tagen einen Zettel am Zelt vorfand mit der dringenden Anweisung, dieses regelmäßig zum Schutz des Rasens zu versetzen. Der Hauswart spricht nicht, der Hauswart weist an – schriftlich…
Bezeichnenderweise findet sich das Zelt des Hauswart-Sohnes drei Wochen lang am selben Platz…

Dicke Luft im KanuKlub Industrie Essen (KKI). Hier hat sich eine Mehr-Klassen-Gesellschaft gebildet. Der Vorstand ist offenbar etwas besseres als das ‚Fußvolk‘. Die Vereinsmeierei hat Fuß gefasst…

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JHV 2005

Eva verkündet, dass sie sich nach ihrer langen ehrenamtlichen Tätigkeit letztmalig zur Kassenwartin wählen lässt. Soll sich schon mal jeder überlegen, ob er das nicht übernehmen will. In zwei Jahren wird neu gewählt.

Die anwesenden Mitglieder blicken mal vorsichtshalber äußerst konzentriert in andere Richtungen. Blickkontakt vermeiden hilft prima, wenn man nicht direkt angesprochen werden will. Den Job soll mal schön ein anderer machen, dazu hat keiner Lust.

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