Wohlwollende (?) Intervention des Sportverbandes

Noch immer ist es mir nicht gelungen, diesen grenzenlosen Ekel vor Mobbers & Co. hinter mir zu lassen. Noch immer arbeiten Alpträume die erlebten widerlichen Ereignisse auf…

Diesen unerträglichen Zustand will – nein muss ! – ich beenden.

Zu diesem Zweck habe ich nach einem Weg gesucht, die Täter nebst ihren willigen Sekundanten mit ihrem eigenen Handeln direkt zu konfrontieren, ebenso wie die zahllosen Wegseher – die Möglichmacher.
Wer mein Buch gelesen hat weiß jedoch, dass mir die direkte Konfrontation quasi unmöglich gemacht wurde – feiges Verkriechen der Mobber vor ihren Taten. Auf die asozialen Einzelheiten dieser Hexenjagd gehe ich hier nicht mehr näher ein…

Also bin ich zur Klärung der Angelegenheit auf Intervention angewiesen. Verschiedene – für mich sehr belastende – Gespräche mit dem Landessportbund haben nun den zuständigen Sportverband veranlasst, zu vermitteln. Endlich!

So habe ich nun einen Brief an meine Ex-‚Kameraden’ geschrieben. Einen langen Brief voll unbequemer – weil analytischer – Fragen mit der Quintessenz: „…ich versuche zu ergründen, wie man sich daran ergötzen kann, einen anderen Menschen, eine Kameradin, eine Freundin monatelang kontinuierlich auszugrenzen, zu piesacken, zu triezen, zu schikanieren, zu demütigen, zu entwürdigen – vorsätzlich und gezielt zu verletzen – oder dieses untätig zuzulassen.“

Dieses Schriftstück an alle Mitglieder des KK Ruhr hat der zuständige Sportverband nun an Alexis weitergeleitet mit der Bitte um Beantwortung der Fragen direkt an mich. Es wird sich zeigen, ob sie den Mut findet, dieses 6-seitige Schreiben voll unangenehmer Wahrheiten an alle Mitglieder weiterzuleiten. Es wird sich zeigen, ob Mitglieder den Mut finden, sich mit ihrem eigenen Verhalten auseinander zu setzen.

Fragen, so viele Fragen – ich warte auf Antworten…

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Auch kleine Schritte führen zum Ziel…

…nur nicht den Mut verlieren!

„Fertigmachen mit Methode: Deutschland — Mobbingland?“

Deutschland akutDer N24-Talk mit Friedemann Schmidt war eine interessante Erfahrung. Nie im Leben habe ich damit gerechnet, einmal in einem Fernseh-Studio vor einer Kamera zu stehen…

Sehr angenehm war die herzliche und aufgeschlossene Art des gesamten Teams in Berlin.
In meinem Kampf gegen Mobbing habe ich besonders häufig mit Bürokraten zu tun. In unserer Gesellschaft scheint es nur noch um Zuständigkeiten und Beamtentum zu gehen – Opfer werden zu Aktenzeichen degradiert.

🙂 Wie erfreulich, wenn ich zwischendurch auch auf Menschen treffe 🙂

Zum Thema Mobbing sind viele wichtige Dinge geäußert worden. Von besonderer Bedeutung sind für mich die Aussagen:

  • Es müssen wieder Werte vermittelt werden – zwingend bereits in der Kindheit – sowohl in der Familie als auch in Kindergärten und Schulen
    („Wenn Hänschen schon mobbt, mobbt Hans immer mehr“)

  • Mobbing muss für die Täter Konsequenzen haben

Leider war die Sendezeit etwas knapp. Auf einige wichtige Aspekte dieses komplexen Themas konnten wir nicht mehr eingehen. So zum Beispiel die außerordentlich wichtige Funktion der Wegseher – der ‚Möglichmacher’.
Auch hätte ich einige Aussagen gern kontrovers diskutiert. Beispielsweise kann man gar nicht deutlich genug darauf hinweisen, dass jeder – wirklich absolut jeder (!) – zum Mobbing-Opfer werden kann.

Sehr gern hätte ich noch genauer erläutert, dass dieses sozial- und gesellschafts-politische Problem von zwei Seiten parallel angegangen werden muss: zum Einen durch massive Aufklärung (Mobbing ist kein Kavaliersdelikt) – zum Anderen durch die Schaffung eines Gesetzes, das – im Gegensatz zur aktuellen Situation – die Opfer schützt – und nicht die Täter.

Der Begriff ‚Zivilcourage’ hätte unbedingt mit Nachdruck genannt werden müssen. Die schier ausweglose Situation, rechtlich gegen Mobbing vorzugehen, konnte auch nur kurz angeschnitten werden…

Aber 24 Minuten sind nun einmal nicht länger – und dann sind die Kameras vor der Nase ja auch nicht eben hilfreich…

Egal. Es war eine gute Sendung – wieder eine Gelegenheit, über diese perfide Form von Gewalt zu informieren – wieder ein Schrittchen nach vorn im Kampf gegen Mobbing.

Ein sehr angenehmer Gedankenaustausch mit einigen Studiogästen und dem Team von N24 nach der Sendung rundete dieses Erlebnis für mich ab.

Und jetzt? Weiter im Text! Auch kleine Schritte führen zum Ziel…

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♪•♫*¨*♪ Ich war noch niemals in Berlin…

…und nun wurde ich eingeladen – nach Berlin – zum N24-Talk Deutschland Akut

Thema am 30. November, 23:10 Uhr: Mobbing

Qualifizierte Talk-Gäste und eine offenbar gut strukturierte Vorbereitung versprechen eine interessante Talk-Runde…

Jetzt bin ich richtig aufgeregt – und so gespannt.

Meine Veranstaltungen der vergangenen zwei Wochen haben Spaß gemacht.
Obwohl der 12. November sehr anstrengend war – nachts mit der Bahn nach München – Info-Veranstaltung des AH-TA e.V. – nachts mit der Bahn wieder nach Hause…
…der konstruktive Gedankenaustausch nach meinen Vorträgen – in angenehmer Gesellschaft mit interessierten Menschen – zeigt, dass ich auf dem richtigen Wege bin und gibt mir viel zurück.

Und jetzt Berlin… – ich freu mich drauf 🙂 .

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Wann ist es wirklich Mobbing?

Mobbing! Fast täglich hört oder liest man diesen Begriff, aber wann ist es wirklich Mobbing?

Da wird irgendwer, der in der Öffentlichkeit steht – ein Politiker, Sportler, Schauspieler… – ein einziges Mal unverhältnismäßig aggressiv attackiert. Ein einziges Mal – und die Medien verkünden: hier wird gemobbt!

Durch diese irreführende Form der Berichterstattung tragen die Medien ganz massiv dazu bei, Mobbing zu bagatellisieren, denn jeder normale Mensch ist wohl in der Lage ein solches Einzelerlebnis zu verkraften…

Fazit: Wer mit Mobbing nicht fertig wird, ist nicht normal?

MerkwürdigDiese Schlussfolgerung ist nicht nur in unzähligen Köpfen – sie ist schlichtweg falsch! Wer ein Problem damit hat, mit dem ungeheuren (vorwiegend) psychischen Druck fertig zu werden, der bei echtem Mobbing in monatelanger Kleinarbeit von außen aufgebaut und in geradezu perverser Manier gern kontinuierlich gesteigert wird, ist absolut normal – im Gegensatz zu dem, der Mobbing offenbar nötig hat, um eigene Persönlichkeitsdefizite zu kompensieren.

Durch das falsche Bild, das sich in der Öffentlichkeit festsetzt, stehen die echten Mobbing-Opfer weitestgehend allein und finden oft kaum noch den Mut, um Hilfe zu rufen…

Öffentliche Informationsveranstaltungen sollen dazu beitragen, dieses Bild zu korrigieren.

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