Auszeichnung für Kampf gegen Mobbing?

Engagement Banner_NominiertIch bin erneut für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen worden. Diese Nominierung ehrt mich sehr und freut mich riesig.

Zwar rechne ich nicht damit, diese Auszeichnung zu erhalten, aber eine solche Empfehlung und die große positive Resonanz von außen zeigt doch, dass ich auf dem richtigen Wege bin. Aus diesem Echo ziehe ich immer wieder Kraft, weiterzumachen.

Auch die Statistik meiner websites gibt mir Recht, denn sie meldet für meine Seiten, die nun seit zwei Jahren online sind, mit 91.660 Besuchen und 261.840 Seitenaufrufen reges Interesse am Thema Mobbing.
Das sind wohl beachtliche Zahlen für eine bis dato völlig Unbekannte. 🙂

Viel, viel Unterstützung, mit der ich zunächst gar nicht gerechnet hatte. Ich bin für den unerwartet großen Beistand vorwiegend völlig Fremder und für die zahlreichen Empfehlungen meines Buches dankbar – und kämpfe weiter.

Nur die Verursacher meines Kampfes – die Täter, die Mittäter und die Möglichmacher – scheinen bis heute nicht begriffen zu haben, was sie da angerichtet haben und leben ihr Leben, als sei gar nichts geschehen…

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Bundesministerium der Justiz sprachlos?

Dreimal habe ich nun schon das Bundesministerium der Justiz öffentlich angeschrieben:

Ein Strafrecht gegen Mobbing muss her!

Es gibt zu viele Suizide und zu viele ernst zu nehmende Erkrankungen, die durch Mobbing verursacht sind.

Artikel 17 unseres Grundgesetzes gibt mir ja immerhin das Recht, mich mit Bitten und Beschwerden an die zuständigen Stellen zu wenden. Was jedoch die Beantwortung meiner Briefe angeht…

Nun ja, im Ministerium ist man wohl sprachlos. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Wenn ich meinen Mobbern berechtigte Fragen stellte, bekam ich auch keine Antworten. ‚Aussitzen’ heißt hier die Devise. Für mehr reicht(e) es offenbar nicht.

Wird sich wohl eines Tages ein/e Bundesjustizminister/in wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen, weil Mobber sich über unsere gültigen Gesetze – und damit völlig ungenügende Strafverfolgung ihrer Taten – reihenweise totlachen?

Unbequeme Fragen werden vorzugsweise totgeschwiegen: keine Antworten bzw. nur ein Pauschalschreiben… Kann man als mündiger Bürger nicht eine vernünftige Antwort erwarten? Wenn ich Fragen stelle, erwarte ich auch Antworten. Bin ich deswegen ‚anders’? Selbst Falschparker werden in Deutschland intensiver verfolgt als diese Urheber massiver Gewalt. Das ist doch wohl ein Witz!

Ich sende einen vierten offenen Brief an das Ministerium – und gleichzeitig an die Privatanschrift unserer Bundesjustizministerin. Vielleicht liest sie ja ihre Post, wenn diese auch nach Hause kommt.

Eine weitere Aktion ist in Vorbereitung…

Brief öffnen

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Vergessen? Unmöglich!

Mobbing kann man nicht ‚vergessen’.

Ich kann nicht vergessen, wie sich ‚Freundschaft’ ohne jeden Anlass in Ablehnung wandelte, daraus Ausgrenzung, später Feindschaft und schließlich Hass wurde.
Ich kann nicht vergessen, wie ich erpresst wurde – nicht obwohl, sondern weil ich im Sinne der Mitglieder agierte.
Ich kann nicht vergessen, wie alles und jedes, das für alle anderen völlig selbstverständlich war, für mich zum Hürden- oder auch Spießrutenlauf wurde.
Ich kann nicht vergessen, wie‚Freunde’ sich zunehmend daran aufgeilten, mich klein zu kriegen – egal wie.
Ich kann nicht vergessen, dass ich mich tatsächlich irgendwann für meine außergewöhnliche Hilfsbereitschaft rechtfertigen musste.
Ich kann nicht vergessen, wie sich selbsternannte ‚Heilige’ zusammengesetzt haben müssen, um gemeinsam zu beraten und zu planen, wie man mich wohl am besten ‚entsorgen’ kann.
Ich kann dieses Lügenpamphlet nicht vergessen, das [Alexis] kaltschnäuzig über mich verlas und das letztendlich den unglaublichen Umfang der Hetzkampagne gegen mich verdeutlichte.
Ich kann nicht vergessen, wie ‚Menschen’ letztendlich (verbal) über mich herfielen wie Tiere, mir eine Behandlung zugedachten, wie sie nicht einmal ein Schwerstverbrecher in unserem Lande erfährt – und sich für diese ‚Leistung’ noch auf die Schulter klopften.

Ich kann nicht vergessen, wie ich zum Mobbing-Opfer wurde, allein, weil ich mich hartnäckig weigerte, in Ärsche zu kriechen, die sich mir sehr aufnahmebereit entgegenstreckten oder Füße zu küssen, die zuvor nach mir getreten hatten.
Ich kann nicht vergessen, wie ich in einem ‚Sport-Verein’ kaputtgemacht wurde, weil ich selbstständig denke und dann auch noch die Frechheit besaß, ohne schummeln die offenbar heißbegehrte Vereinsmeisterschaft zu ergattern.

Ich kann diese schrecklichste Zeit meines Lebens nicht vergessen.

Ich weiß nicht, was schwerer wiegt: Die Scheinheiligkeit, die Abgebrühtheit, die Schamlosigkeit, die Verlogenheit, die Hinterhältigkeit von Tätern und Mittätern – oder die Gleichgültigkeit und die Feigheit der Möglichmacher.

Die alle schämen sich offenbar nicht, obwohl nicht ein einziger bis heute in Worte fassen kann, was ich ihm/ihr wohl getan haben soll.
Der Ekel vor diesen falschen ‚Freunden’ und ‚Kameraden’ ist bis heute unvermindert.

Der Afrikaner hat Recht, wenn er sagt:
„Eine Wunde, die ein Freund schlägt, heilt nicht.“

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Wettbewerb der Mobbing-‚Disziplinen’

+++ „Schüler-Mobbing ist schlimmer“ +++ „Viel schlimmer ist ja Mobbing am Arbeitsplatz“ +++ „Am schlimmsten ist doch Cyber-Mobbing“ +++ etc, etc.

Ja was denn nun? Haben wir jetzt den Wettbewerb der Mobbing-Disziplinen? Ist nun Mobbing durch Vorgesetzte oder durch Kollegen schlimmer, durch Nachbarn oder durch Behörden? Wer maßt sich eigentlich an, irgendeine pauschale Wertung auf der ‚schlimm->schlimmer->am-schlimmsten-Skala’ vorzunehmen?

+++ „Mobbing in der Familie gibt’s ja gar nicht“ +++ „Mobbing durch Freunde: unmöglich!“ +++ „Mobbing im Verein ist ja kein richtiges Mobbing“ +++ etc, etc.

Wer will das beurteilen?

Wenn ein Kind im Kindergarten gemobbt wird, dann vorwiegend durch Methoden, über die jeder Erwachsene wohl lächelt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die kindlichen Attacken für das betroffene Kleinkind einen Weltuntergang bedeuten können…

Bei Mobbing in der Grundschule heißt es bagatellisierend: „Ach, aber das sind doch Kinder…“ und die ach so wissenden Erwachsenen denken nicht daran, dass auch das Opfer noch ein Kind ist…

Mobbing durch Freunde hätte ich früher nicht für möglich gehalten – bis ich es ganz massiv am eigenen Leibe erfahren musste…

Wenn ich in irgendeinem Mobbing-Forum nur die Überschrift ‚Mobbing in der Ehe’ lese, stehen mir die Haare zu Berge. Die Formulierung ‚Mobbing in der Liebe’ ist ein Paradoxon in sich…

Mobbing ist immer schlimm!
Wie schlimm, das hängt ganz individuell von den persönlichen Umständen ab
und kann letztendlich nur der jeweils Betroffene beurteilen.

Warum ist diese Gesellschaft nicht in der Lage, Mobbing einfach nur als Mobbing zu betrachten?

Zum Mobbing-Opfer kann jeder werden…

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