Gruß eines Mobbing-Opfers

Mobbing ist Gewalt – alles andere ist eine Verharmlosung!
– Der allgemeine Umgang der deutschen Justiz mit diesem unbequemen Thema leistet der zunehmenden Gewalt und Verrohung der Gesellschaft bisher aktiv Vorschub –

Heute geht mein

5. offener Brief

an das Bundesministerium der Justiz.

Ich übersende meine komplette Akte in Kopie an das Ministerium.

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Schmerzen

Heute sind die Schmerzen fast wieder weg…

Am Samstag erhielt ich den Bescheid der Generalstaatsanwaltschaft, dass gegen die Täter nicht ermittelt wird.

Zitat: […] bestünde ein hinreichender Tatverdacht gegen die Beschuldigten nur, wenn aufgrund der gegebenen Beweislage in einer Hauptverhandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Verurteilung der Beschuldigten wegen Körperverletzung und/oder Nötigung zu erwarten wäre.
Dies würde zum einen voraussetzen, dass die gegen die Beschuldigten erhobenen Vorwürfe des ‚Mobbings’ im Einzelnen bewiesen* werden könnte und zum anderen, dass ein körperlich objektivierbarer krankhafter Zustand gerade infolge der durch das ‚Mobbing’ ausgelösten psychischen Belastungen belegt** werden könnte. Beides ist jedoch […] vorliegend nicht der Fall. […] Rechtsmittel ist jedoch nicht zulässig, soweit Sie die Beschuldigten wegen des Vorwurfs der Körperverletzung*** weiterverfolgt wissen wollen.

*Meine Beweise wollte die Justiz noch nie sehen – woher wollen die wissen, dass ich die gegen die Beschuldigten erhobenen Vorwürfe des ‚Mobbings’ nicht beweisen kann? Haben die vielleicht eine Kristallkugel befragt?

Dass ich ganz massiv gemobbt wurde, steht überhaupt nicht zur Diskussion – es gibt ja neben einigen schriftlichen Belegen sogar auch Zeugen… Da will die Justiz wohl wegsehen!

**Meine Gesundheit: Da die Justiz zu keinem Zeitpunkt auch nur Namen meiner Ärzte erfragt – also definitiv deren Meinung nie eingeholt – hat, stellt sich die Frage, ob auch zum Zwecke dieser Beurteilung eine Kristallkugel zu Rate gezogen wurde.

Immer wieder werden Studien veröffentlicht, die solcherlei Zusammenhänge belegen. Direkte zeitliche Zusammenhänge habe ich in großer Zahl aufgezeigt. Von all dem will die Justiz wohl auch nichts wissen…

***Rechtsmittel: wozu soll ich mir den Stress irgendwelcher Rechtsmittel antun, wenn deren Zulässigkeit bzgl. des Tatvorwurfes der Körperverletzung von vornherein ausgeschlossen wird?

Nur wenige Stunden nachdem ich diese überhebliche Beurteilung der Lage in meiner Post hatte, setzten starke Schulterschmerzen ein, die für mehrere Tage jede einzelne Bewegung zur Qual werden ließen – aber sicher ist auch das wieder nur ein Zufall und kann mit der Blindheit der Justitia nicht in Verbindung gebracht werden…

Physische Schmerzen aufgrund psychischer Belastung – wo gibt’s denn so was?

Zum Thema: Aktuelle Studie belegt, Mobbing macht langfristig krank.

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Mobbing-Opfer haben lebenslänglich

‚Das musst du doch jetzt endlich mal hinter dir lassen’, heißt es und: ‚Du verbeißt dich da in was’, du bist ja ne ‚Psycho-Tante’, du hast ne ‚Macke’…

…immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die Gesellschaft erwartet, dass ein Mobbing-Opfer die Gewalt ‚vergisst’, die es erduldet hat und mit dem zufrieden – besser noch: glücklich! – ist, das man ihm gelassen hat. Immer wieder erstaunlich, wie schnell ein Mensch als ‚Spinner’ abgetan wird, weil er für eine Richtigstellung der zahllosen über ihn verbreiteten Lügen – für sein Ansehen, für seine Ehre, für sein Recht (!) – kämpft. Besonders gut kommt immer wieder der ‚weise’ Hinweis, dass man doch zufrieden sein soll, weil es schließlich anderen Menschen noch viel schlechter geht…

Meine ‚Knast-Metapher’:
…als Erklärungs-Hilfe für all diejenigen, die nicht begreifen können (oder wollen), warum Mobbing-Opfer diese hässliche Erfahrung nicht einfach ‚abhaken’ und weiterleben, als wäre nichts geschehen…

‚Jane Doe’ wird für ein Verbrechen verurteilt, das sie nicht begangen hat. Das Urteil: lebenslänglich. ‚Jane Doe’ kämpft verzweifelt für die Wiederaufnahme des Verfahrens, für ihr Recht, für ihren Freispruch. Sie kämpft für das Leben, das sie sich selbst aufgebaut hatte – egal, wie gut oder schlecht es lief: sie will es wiederhaben. Sie ist unschuldig verurteilt und schreit nach Gerechtigkeit, zieht dabei alle Register, wächst über sich hinaus, greift nach jedem Strohhalm, gibt nie auf…

Niemand (!) käme auch nur auf die Idee, ihr zu sagen: ‚Nun find dich doch endlich damit ab! Sieh mal: anderen geht es noch viel schlechter als dir. Du hast ein Dach über dem Kopf, ein Bett zum Schlafen, kannst nicht arbeitslos werden, hast einen geregelten Tagesablauf, jeden Tag eine warme Mahlzeit… – es gibt Menschen, die haben das alles nicht! Die leben auf der Straße, hungern… Sieh doch mal, wie gut es dir geht – und finde dich endlich in dein Schicksal!’.
Niemand (!) wäre so vermessen, ‚Jane Doe’ eine Therapie anzuraten, damit sie ‚lernt’, ihre Situation zu akzeptieren.
Niemand (!) würde sie ‚merkwürdig’ oder etwas ‚bekloppt’ nennen…

Jeder halbwegs normal denkende Mensch könnte nachvollziehen, warum ‚Jane Doe’ für ihr Recht kämpft – mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln – wenn nötig, bis an ihr Lebensende!
Jeder halbwegs normal denkende Mensch würde sagen: ‚Das kann doch nicht sein. Sie muss doch irgendwann Gerechtigkeit erfahren…’.

Ich hatte mal eine Freizeit-Idylle. Was ich jetzt habe, ist – im übertragenen Sinne – eine Notunterkunft. Aber ich kann doch froh sein. Schließlich gibt es Menschen, denen es noch viel schlechter geht als mir. Warum also, gebe ich nicht endlich Ruhe, damit die Täter, die Mittäter und die Wegseher alle miteinander glücklich und zufrieden das Leben leben können, das ich mir einst so mühsam aufgebaut hatte?
Tja, da bin ich dann wohl ein ‚Spinner’, da hilft wohl nur noch eine Therapie – oder was?

...ich weiß, was Recht und Unrecht ist!

Wenn ein Mobbing-Opfer – ein Mensch, dem aus niedersten Beweggründen, aus Langeweile, aus ‚Spaß’ – oder, wie in meinem Falle, aus Neid, Missgunst, purer Bosheit – alles kaputtgemacht, der Boden unter den Füßen weggezogen wurde – wenn ein Mobbing-Opfer für sein Ansehen, für seine Ehre, für sein Recht (!) kämpft, dann ‚weiß’ jeder, der diese perfide Form von Gewalt nie am eigenen Leibe erfahren hat, dass es sich ja nur um einen ‚Spinner’ handeln kann. Merkwürdig, sehr merkwürdig…

Meine ‚Therapie’ heißt Gerechtigkeit – und dafür kämpfe ich…
…bis ich mein Ziel erreicht habe – notfalls eben lebenslänglich!

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Mein ganz persönlicher ‚Butterfly Effect’

Dass Mobbing für das Opfer nicht ohne Folgen bleibt, sollte selbst dem größten Ignoranten inzwischen bekannt sein. In verschiedenen Beiträgen meines Blogs habe ich bereits direkte Folgen erwähnt: meine zum Teil massiv angeschlagene Gesundheit zum Beispiel oder auch das Vorenthalten materieller Werte durch meine Ex-‚Kameraden‘.

Der Schaden, der mir (und meiner Familie) entstanden ist, geht jedoch wesentlich weiter…

Nur zwei Beispiele meines ganz persönlichen ‚Butterfly-Effects‘:

  • Es gibt Lebensbereiche, die können richtig viel Geld kosten, wenn man nicht ‚am Ball bleibt‘ – sich ständig (!) kümmert. Auch ich habe einen solchen ‚Klotz am Bein‘, den ich vor dem Mobbing irgendwie im Griff hatte. Immer mal mit Ärger verbunden habe ich immer wieder durch vollen Einsatz Schaden begrenzen müssen, aber immer den Überblick behalten…

Schon im fortgeschrittenen Mobbing-Stadium war ich dazu nicht mehr in der Lage, geschweige nach meiner ‚Hinrichtung‘. Da ich in dieser Zeit nicht einmal imstande war, meinen Haushalt zu führen – schon einfaches Einkaufen im nahegelegenen Supermarkt wurde monatelang zur täglichen Herausforderung, zur Höchstleistung (!) – war es mir aufgrund meiner allgemeinen Verfassung vollkommen unmöglich, den in dieser Sache existenziell wichtigen ‚Papierkrieg‘ zu erledigen, finanzielle Forderungen mit Nachdruck innerhalb rechtlicher Fristen einzutreiben…
Der Schaden: 4-stellig, den ‚Papierkrieg‘ habe ich bis heute nicht komplett aufgearbeitet.

Dass mich dieser Bereich immer mal Geld kostet, dafür können meine Ex-‚Kameraden‘ nichts – wohl aber dafür, dass ich über einen langen, langen Zeitraum völlig außerstande war, durch aktives Eingreifen die finanzielle Belastung in erträglichen Dimensionen zu halten.

  • Mein Rücken-Problem: regelmäßiges Paddeln – im Schnitt dreimal pro Woche (auch im Winter) – war für mich die perfekte Therapie. Ich war vollkommen beschwerdefrei…

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten im neuen Verein ist mir das Ausüben meines Sports nicht mehr so möglich, wie ich es gewohnt war:
– ich brauche immer (!) Hilfe beim Boot, d. h.: das von mir früher bevorzugte Spontan-Paddeln fällt gänzlich aus
– die Befahrungsregeln der Ruhr sind für den Standort des neuen Vereines (Ruhr km 41,4-49,3) im Vergleich zu meinem Ex-Verein (Ruhr km 12,2-41,4) von eklatantem Nachteil
– die für Wanderpaddler wie mich häufig ungünstigen Strömungsverhältnisse am neuen Verein seien hier nur am Rande erwähnt…

Die Folge: mein Paddel-Pensum ist auf ein Minimum geschrumpft, wodurch nicht nur meine allgemeine Fitness zu wünschen übrig lässt, sondern: mein Rücken lässt grüßen – immer öfter, kürzlich mit der Konsequenz einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit.

Dass ich ein Rücken-Problem habe, dafür können meine Ex-‚Kameraden‘ nichts – wohl aber dafür, dass mir die Möglichkeit genommen wurde, dieses Problem durch häufiges, regelmäßiges, ausdauerndes Paddeln erfolgreich zu therapieren.

Das sind nur zwei Beispiele. Mein ganzes Leben hat sich gravierend verändert. Ich bin noch immer fassungslos über dieses Konzentrat aus Bosheit, Hinterhältigkeit und Feigheit, das ich in meinem Ex-Verein erleben musste…

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