Heutzutage musst Du Schwein sein

Weit über zwei Jahre sind seit meiner ‚Hinrichtung’ vergangen. Meine Söhne sind darüber erwachsen geworden.
Auch mein Jüngster, der besonders häufig von den Mobbing-Attacken gegen mich mitbetroffen war, ist nun volljährig. Zwei stattliche junge Männer mit ausgezeichnetem Charakter, auf die ich unglaublich stolz bin.

Habe ich damals in diesem Alter gelernt:

  • „Ehrlich währt am längsten“
  • „Sei hilfreich und gut“,

so waren die letzten Jugendjahre meiner Kinder geprägt von Lehren wie:

  • „Bosheit siegt.“
  • „Je verlogener, desto besser.“
  • „Tritt zu, wenn einer schon am Boden liegt!“
  • „Hoch lebe, wer in Ärsche kriecht…“

Unterm Strich: „Heutzutage musst Du Schwein sein!“

Statt unbeschwerter Jugendzeit bittere Erfahrungen, die ich meinen Söhnen so gern erspart hätte.

Ob ich – oder eines meiner Familienmitglieder – eine solche Mutation zustande bringt, wage ich jedoch zu bezweifeln. Die ethischen Werte, die ich einst gelernt habe, sind tief in mir verwurzelt. Ich habe sie stets meinen Kindern vermittelt und so sind wir wohl verdammt, weiter als Menschen zu leben.

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Belästigungen

Upppsss! Schon wieder…

Da genieße ich gerade ganz entspannt traute Zweisamkeit mit meinem Göttergatten anlässlich einer kleinen privaten Feierstunde…
…da wird dieser Friede jäh gestört.

SMS…
…aus dem Mobbing-Verein!

Da hat einer ne Verabredung vergessen, muss nen Termin absagen…
Hach Gott! Ist ja gar nicht für mich!

Ausgerechnet derjenige, der sich [Zitat] „deutlich und vor allen juristisch sauber“ gegen weiteren privaten Schriftwechsel mit mir verwahrt hat, hat versehentlich (?) meine Nummer erwischt.
Wozu hat der nach dieser langen Zeit noch meine Mobilfunk-Nummer gespeichert?

Wie war das noch gleich mit der eigenen Nase?
Peinlich, peinlich!

Was soll man da anderes machen, als Anzeige zu erstatten, damit man zukünftig vor solcherlei Belästigung geschützt ist?

Ich empfehle all meinen Ex-‚Kameraden’, sofort meine Handynummer zu löschen, damit sich so etwas nicht wiederholt! Ich fühle mich belästigt!

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‚Gute’ Ratschläge für Mobbing-Opfer

„Das musst Du einfach ignorieren.“ haben viele gesagt…
Warum nehmen sich so viele – vor allem junge – Menschen das Leben, weil z. B. im Internet steht: ‚XY ist eine fette Schlampe’? Das kann man doch einfach ignorieren
Mobbing-Attacken zu ignorieren hilft in keiner Weise. Der Mobber braucht das Erfolgserlebnis, das Machtgefühl – so dringend wie ein Suchtkranker sein Suchtmittel – zur Stärkung seines eigenen Egos und hört infolge dessen nicht eher auf, bis er eine Reaktion beim Opfer erzeugt und ggf. die Anerkennung seiner ‚Anhänger’ erfahren hat.
Und weil’s so schön ist, übt der Mobber sich anschließend in einer TV-verdächtigen Anzahl von Wiederholungen – Steigerungen inklusive.
Aber natürlich: „Das musst Du einfach ignorieren…“

„Ach, solche Konflikte gibt’s doch überall!“ sagen immer wieder die Neunmalklugen, die keine Ahnung haben, was ‚Mobbing’ eigentlich heißt, sich allen näheren Erklärungen schon mal per se verschließen und von mir erwarten, dass ich diese perfide Form von Gewalt einfach vergesse…
Gras drüber, Teppich drüber – wie hätten Sie’s denn gern: ‚geschnitten oder am Stück’?

„Sie müssen diese Leute anlächeln. Sie müssen denen besonders freundlich begegnen!“ ist eine weitere Reaktion, die ich sehr oft erfahren habe. Würden solche Ratgeber auch dem Opfer einer ‚richtigen’ Vergewaltigung – also einer Vergewaltigung im herkömmlichen Sinne – sagen: „Du musst den Kerl anlächeln. Sei einfach besonders freundlich zu dem, der Dir Gewalt angetan hat…“
Niemand (!) würde es wagen, dem Opfer einer physischen Vergewaltigung einen solch dämlichen Ratschlag zu erteilen. Aber ein Mobbing-Opfer – ach, was ist schon Mobbing…

„Wehr Dich!“ haben wieder andere gesagt, „Das kannst Du Dir doch nicht gefallen lassen!“. Das habe ich getan, ich habe mich gewehrt – David gegen Goliath…
Hilfe? Woher? „Seid nicht feige Leute, lasst mich hintern Baum!“ war die allgemeine Haltung dieser wohlmeinenden ‚Berater’, die aus sicherem Abstand heraus mutig beobachteten, wie ich – aller Gegenwehr und allen verzweifelten Hilferufen zum Trotz – Stück für Stück fertiggemacht wurde. ‚Gute Kameraden’…

„Versuchen Sie nicht, die Ursachen für das Mobbing zu ergründen. Das geht nicht.“ ist ein ebensolcher Quatsch.  Ich habe genau aufgeschlüsselt, warum wer was getan hat. Und in zahlreichen weiteren Fällen ist das genauso möglich. Wo Neid und Missgunst sinnlos wüten…

gleichgültigIch könnte zahllose solcher ‚guten’ Ratschläge hier entkräften. Die ‚Schlaumeier’ werden immer mehr – da muss irgendwo ein Nest sein. Auch das Internet ist voll davon. Die ‚besten’ Tipps – am besten noch gegen Bezahlung – kommen zudem häufig von denen, die niemals Mobbing am eigenen Leibe erfahren haben. ‚Fachleute’ vom ‚runden Tisch’…
So viele Menschen, die alle ‚wissen’, wie das Opfer sich verhalten sollte. ‚Gute’ Ratschläge immer wieder, von ‚Experten’ (!) – und dennoch: das Problem nimmt zu! Rapide sogar! Merkwürdig! Sehr merkwürdig!

Als meine Mobber mit mir ‚fertig’ waren, habe ich gedacht: „Nun endlich habe ich begriffen, wie es einem einzigen ‚Hitler’ gelingen konnte, eine ganze Nation aufzuhetzen.“. Mein Leben lang hatte ich mich gefragt, wie so etwas geschehen konnte…

Ist ja schon so lange her.
Da kann man doch ruhig mal wieder ein bisschen ‚Krieg spielen’…

Aber das alles kann man ja einfach ignorieren, Schultern zuckend hinter sich lassen, die Täter anlächeln… – ganz einfach!

Das Einzige, das ich aus dieser ganzen Sache bisher gelernt habe:

  • unbedingt ein Mobbing-Tagebuch führen, Beweise sammeln – was keine Garantie auf Hilfe bietet, aber in Einzelfällen eine Gegenwehr ermöglicht
  • nicht zu lange mit einer Anzeige z. B. wegen Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung etc. etc. warten – sonst ist der Täter durch unsere Gesetze besser geschützt als das Opfer
  • wenn irgend möglich, Hilfe von außen in Anspruch nehmen (!) – ohne Unterstützung ist das Opfer weitestgehend hilflos.

Zum Mobbing-Opfer kann jeder werden…

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Stellen zum Schmunzeln

So ekelhaft das Thema ‚Mobbing’ auch ist – es gibt doch auch immer wieder Stellen zum Schmunzeln – oder auch zum herzhaften Ablachen…

Beispielsweise bringt mich die Erinnerung an die Angst meiner Mobber vor mir immer wieder zum Schmunzeln.
Da kämpft der kleine David gegen den großen Goliath – und Goliath hat eine Sch… Angst vor diesem vermeintlichen ‚Zwerg’. Nun ja: ich bin ja schließlich gefährlich!
🙂 Ich kann einfach nicht anders, als mich darüber zu amüsieren.

Oder der Gedanke an damals, als dieser Möchtegern-Adonis mir im Zuge unserer ‚Handy-Duelle’ schrieb, er [Zitat:] ‚jogge gerade splitternackt mit flatterndem Pimmel’ durch einen der hiesigen Wälder, weil dort – einer spaßigen Statistik zufolge – die Chance auf ein erotisches Abenteuer mit einer willigen Unbekannten (und damit dem vorherrschenden Gedanken in der Gehirnzelle dieses Mannes) am größten ist…
– was in der bildlichen Vorstellung dieser Szenerie keineswegs die wohl erwarteten erotischen Gedanken in mir hervorrief, sondern sofort eines jener typischen Loriot-Männchen vor meinem geistigen Auge erzeugte – Herr ‚Müller-Lüdenscheid’ mit Knitter-Po, dickem Bauch und Schlabber-Pimmel – joggt durch den Wald auf der verzweifelten Suche nach einem willigen Weib für ein anonymes Quickie.
10_small2Nein, erotisch fand ich diese Vorstellung eher nicht… – ich hätte mich fast bepinkelt vor Lachen, bevor ich mich soweit sammeln konnte, dass ich mit einer entsprechenden Antwort quittieren konnte…

Auch im Zuge meines erfolgreichen Info-Abends zum Thema ‚Mobbing’ konnte ich bei verschiedenen Formulierungen ein gewisses Amusement in den Gesichtern meiner Gäste verzeichnen. Man muss wohl auch bei widerlichen Themen nur die richtigen Worte finden – der nächste Themenabend ist in der Planung…

Viele meiner Leser lassen mich immer wieder wissen, dass sie sich vor allem über meinen unterhaltsamen Sarkasmus, der auch mein Buch prägt, köstlich amüsieren.
Zu meinen persönlichen Favoriten zählt hier der Absatz ‚714’, da ich immer wieder den dämlichen Gesichtsausdruck des damaligen Wanderwartes vor Augen habe, als er feststellen musste, dass ich seiner hochgelobten Paddel-KM-Leistung in nichts mehr nachstand – und er vor lauter Schreck einfachstes Kopfrechnen nicht mehr beherrschte…

Sehr beliebt sind auch Blog-Posts wie Lokalnachrichten und Schließmuskel oder mein gedanklicher Ansatz der biologischen Definition meiner Mobber im Eintrag sogenannte ‚Kameraden’

Und da hatte ich doch heut früh nach dem Abrufen meiner Emails wieder so eine nette Begebenheit *lol*:
schreibt mich doch tatsächlich der Getränkewart meines Ex-Vereines an, am Wochenende bei zahlreichem Erscheinen doch ein dickes Portemonnaie mitzubringen, damit die Mai-Abrechnung beglichen werden kann… *rofl*.
Diese Mail geht offenbar noch an verschiedene andere Ex-Mitglieder, die wegen der massiven Mobbing-Vorfälle diesen Verein längst verlassen haben. Da lebt ja wohl einer völlig hinterm Mond *ächz*.
Was für ne uralte Adressliste hat denn der *hihihuhuhuhahahahaha*? Ich kann nicht mehr…
Das Ganze wäre natürlich nur halb so amüsant, wenn nicht einige ‚Unfehlbare’ meines Ex-Vereines mir voller Hochmut die weitere Nutzung der Mitglieder-Email-Addies untersagt, mir in absolut bornierter Art und Weise für einen solchen Fall juristische Schritte angekündigt und überdies gleich mit der Aussicht auf 250 € Strafe für die Verwendung jeder einzelnen Mail-Adresse ebenfalls auf mein ‚dickes Portemonnaie’ geschielt hätten…
🙂 Ist doch immer wieder schön, wenn die, die sofort mit dem Finger auf andere zeigen und dabei ne große Klappe haben, dann selbst genau solche Fehler machen!

Tja, was soll ich sagen? Gleiches Recht für alle? Soll ich nun Anzeige erstatten?
Nö! Ich hab mich köstlich amüsiert, da ich weiß, wie sehr sich einige ‚Unfehlbare’ über diesen lächerlichen Fehler ärgern – das war ja mal wieder ein sehr unterhaltsames Intermezzo…

Und da ich sicher bin, dass einige meiner Ex-Kameraden gern regelmäßig mein Blog lesen: richtet doch diesem Getränkewart aus, dass ich ganz sicher nicht anwesend sein werde, geschweige denn mit Portemonnaie – und dass ich natürlich im Falle einer Wiederholung, und wenn sie noch so versehentlich passiert, Anzeige erstatten werde!
Gleiches Recht für alle eben!

Und wenn wir schon mal dabei sind: für alles Andere erwarte ich noch immer Eure Entschuldigung sowie die Herausgabe meines privaten Eigentums!

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